Mediendatensammler

Mediendaten Südwest und ARD Medien Basidaten.

Zwei empfehlenswerte Websites für Daten rund um das Thema Medien:
Mediendaten Südwest bietet schon lange einen sehr schönen Überblick über Fernsehen, Hörfunk, Print, Film und Internet — und das keineswegs, wie der Name vermuten lässt, nur für den Südwesten der Republik. Nach dem Relaunch ist die Website noch übersichtlicher. Anbieter sind Baden-Württembergs Medien- und Filmgesellschaft, Landeszentrale für politische Bildung und die Landesmedienanstalten von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Medien Basisdaten ist ein ARD-Angebot mit aktuellen Daten, etwa zu den Besitzern privater TV-Sender, aber auch vielen Informationen zur Mediennutzung, etwa des Teletextes. Noch ausführlicher ist die jährliche Publikation „Media Perspektiven Basisdaten“, die dort für 10 Euro plus Versand zu bekommen ist.

Namensknabbereien

Die PDS-WASG-Allianz hat einen Namenskompromiss gefunden.

Handelsblatt-Blogger Julius Endert kolportiert, dass WASG- und PDS-Vorstand mittels Russisch Brot am Namen des Linksbündnisses gearbeitet haben, nachdem der erste Logo-Entwurf bei der WASG nicht auf Begeisterung gestoßen ist. Das reichlich verwirrende Ergebnis nach den Gesprächen:

Demokratische Linke - PDS in Russisch-Brot-Buchstaben

Auf Bundesebene benennt sich die PDS in „Demokratische Linke – PDS“ um, die Landesverbände können aber die letzten drei Buchstaben auch noch wegknabbern, wenn sie glauben, dass es hilft.
(Originalbild: Tom Harpel, Font: Bureau 23)

Nachtrag: Während bei der dpa Scrabble gespielt wird (Foto 1, Foto 2), hat sich das Handelsblatt echtes Gebäck besorgt (Artikel und Blog-Eintrag dazu). Guten Appetit!

Ein afrikanisches Al-Dschazira

British-Council-Studie befürwortet pan-afrikanischen Rundfunk.

An African Al-Jazeera?

In einer Studie für den British-Council-Thinktank Foreign Policy Centre spricht sich Philip Fiske de Gouveia dafür aus, die Gründung eines pan-afrikanischen Rundfunks zu unterstützen. Loses Vorbild ist Al-Dschazira, der arabische Nachrichtensender aus Katar. Fiske de Gouveia schreibt: „The fact is that the dream of a robust, independent, indigenous continent-wide African mass media is still far from becoming reality.“

Angesichts der bedeutenden Rolle der Medien in Demokratisierungsprozessen (und der Gefahr von ‚hate media‘ wie in Ruanda) hält der Autor die jährlichen Aufbaukosten von rund 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren für vertretbar. Anders als bei Al-Dschazira soll es nicht nur um einen Fernsehkanal gehen, sondern um ein mehrsprachiges Angebot in TV, Hörfunk und Internet. Allerdings geht Fiske de Gouveia nicht auf mögliche Konflikte zwischen einem solchen Projekt und den Plänen für einen französischsprachigen Welt-Nachrichtenkanal namens CFII ein.

Frei nach 158 Tagen

Florence Aubenas und Hussein Hannoun sind frei.

Presseschnipsel zur Freilassung von Florence Aubenas und Hussein Hanoun

Nach 158 Tagen Gefangenschaft im Irak sind die Journalistin Florence Aubenas und ihr Dolmetscher Hussein Hannoun freigekommen. Aubenas ist auf dem Weg nach Frankreich.Vor 58 Tagen hatten die französischen Medien mit einer Kampagne dafür gesorgt, dass die beiden nicht in Vergessenheit geraten.