Ausweise, bitte!

Papiere für die Netzgemeinde.

Das mit der Netzgemeinde: das ist einfach viel zu vage. Wer dazugehört, wer für sie spricht und wer nicht — woher sollen das diejenigen wissen, die sie nicht kennen? Glücklicherweise gibt es für solche Lagen bewährte Lösungen.

NetzgemeindeCard im Scheckkartenformat
Variante 1: Die NetzgemeindeCard ist Fortschritt im Scheckkartenformat. Wer das dem optimistischen Blauton nicht sofort ansieht, merkt es spätestens beim BinnenInitial und beim Wörtchen „Card“. Was der Chip genau kann, ist Verhandlungssache.

Mitgliedsausweis Netzgemeinde mit QR-Code
Variante 2: Public Private Partnership — warum nicht auch hier? Ein günstig hergestellter Mitgliedsausweis für die Netzgemeinde, der nur mit einem wasserfesten Schreiber unterzeichnet werden muss, dazu ein bisschen Platz, um auf die freundlichen Unterstützer hinzuweisen. Finanziert sich von selbst, erhältlich in jedem T-Punkt.

Offiziell aussehender Netzgemeindeausweis
Variante 3: Ein amtlicher Netzgemeindeausweis macht deutlich, dass wir das hier nicht zum Spaß machen. Einfach Passfoto und Avatar bei der zuständigen Behörde einreichen und nach wenigen Wochen den druckfrischen Ausweis abholen.

Weitere Vorschläge sind hochwillkommen! Je schneller die Mitgliedschaft in der Netzgemeinde nachweisbar wird, desto schneller erledigen sich überflüssige Debatten darüber.

Elektronische Demokratie ist […] kein Programm zur Versöhnung von Technik und Politik, sondern eher als Etikett zum Hörbarmachen alter und zur Umsetzung längst überfälliger Forderungen an wenig demokratische Willensbildungsprozesse. Jenseits aller technikeuphorischer Rhetorik in der Politik ist in der Hauptstadt von substantiellem Wandel, von frischem Wind nichts zu hören, eher geht es den Berufspolitikern um […]

Elektronische Demokratie ist […] kein Programm zur Versöhnung von Technik und Politik, sondern eher als Etikett zum Hörbarmachen alter und zur Umsetzung längst überfälliger Forderungen an wenig demokratische Willensbildungsprozesse. Jenseits aller technikeuphorischer Rhetorik in der Politik ist in der Hauptstadt von substantiellem Wandel, von frischem Wind nichts zu hören, eher geht es den Berufspolitikern um „Business as usual“, bei dem Internet, Online und CD-ROM vor allem Öffentlichkeitsdarstellung dienbar gemacht werden, nicht aber der Stärkung einer zweiseitigen, weniger asymmetrischen politischen Kommunikation.

(Am Wort „CD-ROM“ merkt man natürlich, dass dieses Zitat aus einem Text von Prof. Hans J. Kleinsteuber über das Netz und die Politik schon dreizehn Jahre alt ist;  inaktuell ist es deswegen nicht. Ich hab den Text herausgesucht, weil Hans Kleinsteuber am Wochenende leider nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben ist. Gut, dass ich einen seiner Lieblingswitze aufgeschrieben habe.)

Wenn man die Abschiedsrede des Bundespräsidenten mit Musik von Celestial Aeon Project unterlegt, wird sie gleich ein bisschen dramatischer. Verwendete Tracks: „The Old Wizard“, „The Saga Begins“, „Swashing the Buck“, „Field Of Destiny“, komponiert von und CC-by-nc-sa Matti Paalanen.

Wenn man die Abschiedsrede des Bundespräsidenten mit Musik von Celestial Aeon Project unterlegt, wird sie gleich ein bisschen dramatischer.

Verwendete Tracks: „The Old Wizard“, „The Saga Begins“, „Swashing the Buck“, „Field Of Destiny“, komponiert von und CC-by-nc-sa Matti Paalanen.