Ein afrikanisches Al-Dschazira

British-Council-Studie befürwortet pan-afrikanischen Rundfunk.

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An African Al-Jazeera?

In einer Studie für den British-Council-Thinktank Foreign Policy Centre spricht sich Philip Fiske de Gouveia dafür aus, die Gründung eines pan-afrikanischen Rundfunks zu unterstützen. Loses Vorbild ist Al-Dschazira, der arabische Nachrichtensender aus Katar. Fiske de Gouveia schreibt: »The fact is that the dream of a robust, independent, indigenous continent-wide African mass media is still far from becoming reality.«

Angesichts der bedeutenden Rolle der Medien in Demokratisierungsprozessen (und der Gefahr von ›hate media‹ wie in Ruanda) hält der Autor die jährlichen Aufbaukosten von rund 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren für vertretbar. Anders als bei Al-Dschazira soll es nicht nur um einen Fernsehkanal gehen, sondern um ein mehrsprachiges Angebot in TV, Hörfunk und Internet. Allerdings geht Fiske de Gouveia nicht auf mögliche Konflikte zwischen einem solchen Projekt und den Plänen für einen französischsprachigen Welt-Nachrichtenkanal namens CFII ein.

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