Die Bundes-SPD bloggt

Ein Newslog der SPD mit Pressemeldungen.

Es geht los. Die SPD hat ein Newslog samt RSS- und Atom-Feed (via Heiko Hebig). Softwarebasis ist Movable Type, leider sind auch die Permalinks wie voreingestellt (Verbesserung hier). Trackback und Kommentare gibt es ebenfalls noch nicht, aber das kann sich ja noch ändern. Das SPD-Newslog stammt wie Europakampa.de offenbar von der Agentur face2net, die bereits über reiche Erfahrung mit Sozialdemokraten im Netz verfügt. Das Weblog scheint momentan aus den Nachrichten zu bestehen, die auch bei Europakampa.de unter Aktuelles ausgespielt werden. Von persönlicher Ansprache („liebe Blogger“) ist das noch weit entfernt. Aber es bleibt ja noch ein bisschen Zeit bis zur Europawahl am 13. Juni.

E-Zeitung hebt nicht ab

Zahlen zu den elektronischen Zeitungausgaben in Deutschland.

Die Berliner Zeitung berichtet über kostenpflichtige e-Papers, also elektronische Ausgaben von Zeitungen, und hat dazu ein paar Nutzerzahlen zusammengestellt. Die meisten stammen von den Auflagenzählern der IVW. Dazu habe ich die Monatspreise für Abonnenten (in Klammern: für Nicht-Abonnenten) der Papierausgabe herausgesucht. Anlass sind die Pläne der Süddeutschen Zeitung, für ihr noch kostenloses e-Paper demnächst 5 Euro (20 Euro für Nicht-Abonnenten) zu verlangen.

Nur zum Vergleich: Die Rhein-Zeitung verkauft über 230.000 Papierausgaben, die Abendzeitung München immerhin 145.000. Leseempfehlung: Ein Artikel mit dem Titel „What Newspapers and Their Web Sites Must Do to Survive“.

Schill-Anrufe vom Band

Eine EG-Datenschutzrichtlinie untersagt automatische Werbeanrufe.

Wie mancherorts erwähnt hat Ronald Schill kurz vor der Hamburger Bürgerschaftswahl mit einer Anrufaktion für Aufmerksamkeit gesorgt. Laut Morgenpost soll Pro DM-Bundeschef Bolko Hoffmann von einigen zehntausend Wählern gesprochen haben, die am Telefon eine Bandansage zu hören bekamen. Eine Anfrage an eine telekommunikationsrechtliche Mailingliste, die dankenswerterweise sehr ausführlich beantwortet wurde, ergab jetzt einen Hinweis auf Artikel 13, Absatz 1 der EG-Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation (2002/58/EG). Demnach darf die „Verwendung von automatischen Anrufsystemen (…) für die Zwecke der Direktwerbung (…) nur bei vorheriger Einwilligung der Teilnehmer gestattet werden“. Auch Wahlwerbung fällt darunter.

Zur Erinnerung: Richtlinien sind an die Mitgliedstaaten gerichtet und müssen von diesen in nationales Recht umgesetzt werden. Die Umsetzungsfrist ist jedoch bereits am 1.11.03 abgelaufen, ein Vertragsverletzungsverfahren unter anderem gegen Deutschland läuft bereits.

Das Plastikdings

Ein gut gestaltetes Schutzsiegel für Milchkartons.

Das erwähnte Milchsiegel
Der Milchkartonnutzer dreht den Schraubverschluss ab und findet ein Schutzsiegel aus Plastik vor (Bild 1). Er klappt den kleinen Plastikriegel nach oben und blickt verdutzt auf kleine Hinweispfeile (Bild 2). Er bewegt den Riegel in die angegebene Richtung, das Siegel teilt sich an der Sollbruchstelle und lässt sich rückstandsfrei abziehen (Bild 3). Ein kleines Meisterstück der Verpackungsgestaltung, das dringend gelobt werden muss.

Wahlsonntag

Die Entscheidung in Hamburg wird diesmal ziemlich spannend.

„Die Klasse 3b wünschT eine gute Wahl“, stand an der Tafel, als ich eben zweimal gewählt und einmal abgestimmt habe. Wahlberechtigt sind heute in Hamburg rund 1,22 Millionen Menschen. Vor zwei Jahren lag die Zahl der gültigen Stimmen bei 850.700, und eine Partei gelangte mit nur 680 Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde in die Regierung. Die aktuellen Umfragen deuten auf ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen hin, also warm amziehen und wählen gehen! Bei NDR Online gibt es im Special Wahl Hamburg die 18-Uhr-Prognose, Hochrechnungen und Ergebnisse der Bürgerschaftswahl, Resultate der Bezirksversammlungswahlen bis zu den einzelnen Stadtteilen, aktuelle Meldungen, Berichte von den Wahlpartys und Reaktionen in Wort, Bild und Ton. Weitere drei Kreuze mache ich also am Ende dieser Wahlnacht.