Parlez-Vous Platt?

Nicht jeder kommt mit plattdeutschen Kneipennamen klar.

„Mir würde es schon reichen, wenn junge Hamburger, wie ich kürzlich gehört habe, die Ottensener Kneipe ,Min Jung‘ nicht für ein chinesisches Restaurant halten“
— Hartmut Cyriacks, einer der beiden Übersetzer von Harry Potter auf Plattdeutsch

Mehr Podiumblogging

Darf man in einer Sitzung bloggen?

Ein paar Leute hatten offenbar ein Problem damit, dass Thomas Roessler bei ICANN vom Podium bloggt: Thomas ist der Verbindungsmensch der ALAC, ICANNs „Rumpf-Nutzervertretung“ (Monika Ermert), bei der GNSO, die bei ICANN für generische Top-Level-Domains zuständig ist. Außerdem sorgt er mit No Such Weblog für fundierte und detaillierte Berichte aus der mitunter bizarren ICANN-Welt. Zum Thema Bloggen vom Podium hat der frühere ICANN-Direktor Amadeu Abril i Abril alles Notwendige gebloggt: Es hilft denjenigen, die die Treffen online verfolgen müssen, und ist allemal sinnvoller als Solitär-Spiele während Direktoriumssitzungen.

Domains: Es geht weiter

ICANN läutet endlich die zweite Domainrunde ein.

Der Gong für die nächste Domainrunde ist nun offiziell: Das ICANN-Direktorium hat in Karthago entschieden, bis spätestens 15. Dezember Vorschläge für neue sponsored top level domains (sTLDs) anzunehmen. Es geht dabei also nur um TLDs für bestimmte Inhalte oder Nutzergruppen, aber immerhin nicht beschränkt auf die Bewerber der ersten Domainrunde.

Zunächst schien es, als wenn sich alles noch weiter verzögert — heftige Kritik war die Folge. Jetzt wird zwar früher gestartet, allerdings unter Vorbehalt: Die Evaluation der sieben neuen Domainendungen soll einbezogen werden können. Monika Ermert bemerkt erstaunt: „Selten hat ICANN so vollständig den Forderungen seiner Community nachgegeben.“ Bret Fausett macht seine Meinung auf T-Shirts deutlich: I Want My New TLD!

Schlecht recherchierte Artikel

Andrew McLaughlin über faulen Journalismus, z.B. über IP-Adressen.

Here’s a good way to frighten yourself: Learn about something, and then read what the press writes about it.

Andrew McLaughlin nennt dafür auch gleich zwei Beispiele. Das eine, ein BBC-Artikel über IP-Adressen, hat ganz offensichtlich Spiegel Online zu einem ähnlichen Bericht inspiriert: Die Zitate tauchen wieder auf, aber von BBC ist dort keine Rede.

Lust des Beendens

Es geht dem Ende (meines Studiums) zu.

Zwei von drei allerletzten Prüfungen habe ich jetzt hinter mir — daher die stark reduzierte Bloggerei. Auf meinem Bibliotheks-Konto stehen derzeit 26 Euro Schulden für Vormerkungen und verspätete Rückgaben. Und dabei sind noch nicht einmal alle Bücher zurück: Mehr als das, was in Rucksack und zwei Tragetaschen passten, konnte ich bei bestem Willen nicht herschleppen.