Der Un-CD-Unfug

Universal Music Deutschland will auf Kopierschutz-CDs verzichten.

Universal Music Deutschland reagiert auf Kundenbeschwerden und verzichtet vorerst auf kopiergeschützt Un-CDs, schreibt Heise Online. Das betrifft allerdings nur das nationale, nicht das internationale Repertoire — da entscheidet die Zentrale.

Schrumpfschwierigkeiten?

Der Economist nimmt sich der Tabloiditis an.

„The end of Die Welt as we know it?“ fragt sich der Economist in einer seiner geistreichen Bildunterschriften (via Medienspiegel gefunden). Die Tabloiditis greife um sich, schreibt das Magazin, das (hier bereits erwähnte) Zeitungsschrumpfen führe aber zu ganz eigenen Problemen.

Sperren, löschen, nerven

Musterschreiben gegen ärgerliche Werbepost.

Heute war Werbepost von der „Jungen Freiheit“ im Briefkasten: Für solche und ähnliche Fälle empfehle ich die Musterschreiben aus dem Datencheckheft des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten.

Whois-Zwischenberichte sind da

ICANNs GNSO plant Kompromiss zur Nutzerdaten.

Whois-Lupe Gleich drei Taskforces von ICANNs Organisation für generische Top-Level-Domains GNSO haben Zwischenberichte zur Whois-Datenbank vorgelegt (Links bei ICANNwatch). Zur Erinnerung: Dort werden die Daten der Domaininhaber gespeichert und abgerufen. Die Taskforces überlegen die Spielregeln für Domaininhaber (Registranten), technische Domainverwalter (Registries), Domainanbieter (Registrare) und diejenigen, die auf die Whois-Daten zugreifen. Die Whois-Informationen liegen teils bei den Registries, teils bei den Registraren.

Ein Kompromiss deutet sich an: Der Zugriff auf sensible Whois-Daten soll künftig nicht mehr allgemein möglich sein. Stattdessen muss derjenige, der darauf zugreifen will, die Gründe für diesen Wunsch nennen. Diese Anfrage wird dem betreffenden Domaininhaber zugänglich gemacht. Dagegen argumentieren die Fachgruppen Geistiges Eigentum (Marken- und Urheberrechtsschützer), ISPs und Unternehmen, die Whois-Anfrage und ihre Begründung solle nur gespeichert werden. In Missbrauchsfällen könne man dann im Nachhinein feststellen, wer auf die Whois-Daten zugegriffen habe. So werden meiner Ansicht nach allerdings viele Missbrauchsfälle gar nicht erst entdeckt werden.

Wer sich zu den Bericht äußern will und eine der Positionen unterstützen will, kann das bis zum 17. Juni per Mail tun. Die bisher abgegebenen Kommentare sind auf der ICANN-Website zu finden (zu TF1, TF2, TF3).

Zum Thema:

Mondmusik

Dark Side of the Moon im Planetarium.

Eine schöne Show im Planetarium Hamburg: Pink Floyds Dark Side of the Moon, umgesetzt auf der Kuppelleinwand mit Animationen, Fraktalen, Lasern, Nebel und Sternbildern. Einzelnes war ein bisschen nah am Text, wie etwa fliegende Geldstücke bei „Money“, aber dafür entschädigt beispielsweise ein Flug durch eine Mandelbrot-Menge zu „The Great Gig in the Sky“.