London

Blick auf die Londoner Skyline von Primrose Hill
Die Skyline, von Primrose Hill oberhalb des Regent’s Park aus gesehen.

Blick auf mehrere Londoner Hochhäuser am Abend
Der Ausblick aus 232 Metern Höhe von The Shard auf die Nachbarhochhäuser.

Farbige Lichtflächen in einer U-Bahn-Passage am Londoner Bahnhof King's Cross
Eine Passage zur Underground-Station King’s Cross.

Die Londoner Themse in der Abenddämmerung
Noch einmal der Blick von The Shard auf die Stadt und den Fluss.

Die farbigen Bildschirme am Piccadilly Circus spiegeln sich im nassen Asphalt
Wenn es geregnet hat, ist das Farbeninferno Piccadilly Circus deutlich fotogener.

(Noch mehr davon auf Flickr.)

Manual mode

How would Facebook News Feed settings work?

In her post What does the Facebook experiment teach us?, danah boyd suggests that the controversial study itself is not the real reason behind all the outrage. Her explanation: People are deeply unhappy about the way Facebook and other companies operate with the vast amounts of data they collect, they feel out of control, e.g. when it comes to their Facebook newsfeed.

On the same topic, Martin Roell tweeted that it would be so nice if you could set up your newsfeed the way you want to.

Replacing the magic algorithmic sauce with user settings: Is that really an option? It got me thinking, and I took a stab at a rough mockup à la Facebook.


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Navigating all those options already seems daunting, but keep in mind that the real Facebook algorithm most certainly takes many, many more signals into account. What does the repeat visitor get to see? Is there a difference between the desktop and the mobile experience? What am I shown if I haven’t been on Facebook for a month — the last two days worth of posts or the highlights of the month? Who is to blame if I set up my News Feed in a way that I miss important events in my Facebook friends’ life?

A real alternative to black box algorithms is probably always going to end up on the clunky side of things, and I’m not getting my hopes up about increased algorithm transparency.

Silberlinie

Welche Farbe hat die U5?

Eine neue U-Bahn-Linie für Hamburg, die das Bermuda-Dreieck von Winterhude durchquert? Gern. Und damit gleich zur alles entscheidenden Frage nach der Linienfarbe. Wie wäre es mit dem Silbergrau der Londoner Jubilee Line für die U5?

Die Farben der U/S/A/R-Bahnlinien in Hamburg

 

Lufthoheit

Ein Flugverbot gegen Kameradrohnen.

Surrend schwebt die kleine Kameradrohne über Lærdal im Südwesten von Norwegen: Wackelige Schwenks in der Luft zeigen, wie ein Feuer reihenweise historische Holzhäuser in qualmende Brandruinen verwandelt hat. „Das Ausmaß der Katastrophe“, um einen typischen Journalistenausdruck zu nehmen, machen diese Drohnenbilder sehr deutlich. Aus Sorge um die eigenen Rettungshubschrauber hat die Polizei daraufhin ein Flugverbot verhängt. In den norwegischen Medien wird deshalb jetzt ein wenig über die fliegenden Beobachter debattiert.

Drohnenaufnahmen aus Lærdal

Das Boulevardblatt VG und der Privatsender TV2 haben die Drohnenaufnahmen nicht selbst gemacht, sondern von Privatpersonen gekauft. Die Bilder seien vor dem Flugverbot entstanden, sagen Vertreter beider Medien Journalisten.no. Sowohl TV2 als auch der öffentlich-rechtliche NRK haben zwar eigene Kameradrohnen, aber natürlich ist die Wahrscheinlichkeit immer höher, dass gerade jemand anders mit Fluggerät am Ort des Geschehens ist.

Selbstverständlich gibt es auch in Norwegen dafür Vorschriften — für Modellflugzeuge als Hobby, für unbemannte Fluggeräte zu kommerziellen Zwecken und zusätzlich für Luftaufnahmen. Wer seine Drohnenbilder an Medien verkauft, braucht rechtlich gesehen eigentlich zwei Lizenzen und eine Versicherung. Und praktisch gesehen können sich auch die Drohnen-Enthusiasten bei NRKbeta ausmalen, „was passiert, wenn ein Hubschrauber ein ferngesteuertes, fliegendes Zwei-Kilo-Dings in den Heckrotor bekommt oder ein Flugzeug mitten in die Frontscheibe“.

Passiert ist diesmal nichts: Das Flugverbot war eine Vorsichtsmaßnahme und die Drohnen haben die Rettungs- und Löscharbeiten nicht behindert. Also eigentlich eine gute Gelegenheit, in Ruhe über den Gebrauch von Kameradrohnen in solchen Fällen nachzudenken. Natürlich sind sie gekommen, um zu bleiben: Es geht nicht mehr ums Ob, sondern ums Wie.

Dass Medien, die eigene Drohnen betreiben, erfahrene und sicherheitsbewusste Menschen an die Fernbedienung lassen, sollte klar sein. Natürlich sollten auch keine Aufnahmen angekauft werden, bei denen Drohnen beispielsweise über die Köpfe von Menschen fliegen. Aber sobald Amateur-Luftaufnahmen eines spektakulären Ereignisses auf YouTube auftauchen, wird es MedienmacherInnen vermutlich schwer fallen, darauf zu verzichten.

Mehr zum Thema:

 

Abschiedstribüne

Die Herald Tribune wird zum Times-Ableger.

Im März 2009 hat die Herald Tribune ihren eigenen Netzauftritt verloren und ist zu einem Nebenauftritt der New York Times geworden. (Das war damals hier Anlass für einen Blogeintrag.)

Heute, am 14.10.2013, ist es soweit: Die letzte Ausgabe mit dem alten Namen im Kopf erscheint. Auch auf Papier wird die Zeitung damit offiziell zum Ableger und heißt dann „International New York Times“. Jean Sebergs Herald-Tribune-Shirt aus Godards „Außer Atem“ ist damit ab morgen so retro wie eine Pan-Am-Tasche.

Serge Schmemann hat die Aufgabe bekommen, den Leserinnen und Lesern den Namenswechsel zu versüßen: In seinem Artikel wirbt er damit, dass ja auch anderer Fortschritt schön sein, beispielsweise Fahrrad fahrende Frauen. Was fehlt, ist der Grund für den Namenswechsel. Den liefern zwei IHT-Journalisten in einem Interview mit Spiegel International: Die New York Times will die Marke New York Times global stärken. „The brand on the top? I think people will very quickly get over that.“

In einem Guardian-Interview mit der Times-Chefin Jill Abramson sind auch ein paar Zahlen zu den Digital-Abos zu lesen: Von den 700.000 NYTimes.com-Abos stammen 66 % aus den USA, auf Platz 2 und 3 liegen Kanada (5 %) und Großbritannien (4 %). Die Vision ist ein Newsroom, der niemals schläft — weil er während der New Yorker Nacht in Hong Kong und Paris weiterarbeitet, ähnlich wie der Londoner Guardian aus New York und Sydney. Die Marke Herald Tribune ist damit ein nostalgisches Hindernis für die Marke New York Times. Adieu!

iht-last
Die letzte Ausgabe der International Herald Tribune