Ebay-Journalismus
Die Auktion des Ratzinger-Golfs.
Die Auktion des Ratzinger-Golfs.
Alles bereit für die britischen Unterhauswahlen.
Die langweiligste Wahl aller Zeiten? Oder gar der Welt? Ganz große Überraschungen sind bei der Unterhauswahl wohl nicht drin, aber das wird politische Interessierte heute Abend nicht von einem Blick auf Phoenix abhalten: Ab 23 Uhr überträgt der Sender die BBC-Berichterstattung im Zweikanalton.
Ein anderes Wahlsystem (first past the post) sorgt natürlich auch für andere grafische Darstellungen: Die Prozentbalken sind relativ irrelevant, stattdessen setzt die BBC seit den 1950er-Jahren das Swingometer ein. Es gibt annäherungsweise an, wie sich eine Verschiebung zu Gunsten einer Partei in Parlamentssitzen niederschlägt. Selbstverständlich gibt es online auch eine Flash-Version des Swingometers. Die graue Eminenz der britischen Wahlforschung, David Butler, erläutert die Geschichte dieser Gerätschaft (grandiose Überschrift: „Sultan of swingometers“). Schließlich sorgt die BBC auch für die Wahlparty daheim: mit Phrasen-Bingo und Politikermasken zum Ausdrucken sowie Parteifarben-Cocktails und Musikvorschlägen.

Guardian Unlimited hat einen praktischen Überblick darüber, was zu welcher Stunde passieren soll. Die Wahllokale schließen um 23 Uhr deutscher Zeit. Eine Dreiviertelstunde später wird es dann doch noch einmal spannend. Der Wahlbezirk Sunderland South bemüht sich Wahl für Wahl mit Erfolg, die Stimmen landesweit als erstes auszuzählen. Britische Wettbüros haben daher auch eine erstaunliche Wette im Programm: Ist Sunderland South vor 23.40 Uhr ausgezählt (5 zu 2), nach 23.46 Uhr (10 zu 11) oder irgendwann dazwischen (2 zu 1)?
Karten mit Verkehrsmeldungen, Bildern und Verkehrsnetzplänen verbinden.

Vor genau einem Monat geschrieben: „Mit der neuen Google-Satellitenbild-Suche werden wir noch viel Spaß haben.“ Ein paar weitere Kostproben:
Das neue Logo der Bundesanstalt für Arbeit.

Das also ist das neue Logo der Bundesagentur für Arbeit, schreibt Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer. Die Schrift ist offenbar Corporate S demi von Kurt Weidemann (Sample). Futter für die unvermeidlichen Glossen: Weidemann hat die Corporate-Schriftfamilie ursprünglich für Daimler-Benz, jetzt DaimlerChrysler entworfen. Derzeit ist sie unter anderem bei der FDP (Infoblatt) und beim Handelsblatt im Einsatz — wenn Oskar Lafontaine das wüsste.
(Nein, nicht das Logo allein hat 100.000 Euro gekostet. Auch wenn’s in polemischen Kommentaren besser klingt.)
Nachtrag: Der renommierte Schriftgestalter Erik Spiekermann hat auch kommentiert, und Thomas Knüwer gibt Tipps zur Verhinderung negativer Berichterstattung.
Eine Warnung des Google Web Accelerator.
Warnung bei der Installation des Google Web Accelerator:
