Neu in der Linksammlung:

Stadtkarten im 80er-Jahre-Computerspiel-Look.
Dank Open Street Map.

DasErste.de: 30 Jahre Videotext
Schönes Special mit Videos und Bildern.

"Live blogging is the first draft of journalism"
Guardian-Wahlblogger Andrew Sparrow zieht Bilanz

Fabian Mohr: Video vs. Audio-Slideshow
Gute Gründe dafür, auf Video zu setzen.

Wenn Protest nichts kostet
"A mob fighting a good cause is still a mob."

A people's history of the internet
Schöne Zeitsenke beim Guardian.

Poststreik-Mapping mit Leserhilfe
Der Guardian schaut, wie schnell Royal Mail arbeitet.

Ohne Relevanzkriterien keine Wikipedia
Gute Gründe gegen Einträge zu jedem.

Auswege für den US-Lokaljournalismus
Studie sieht Staat in der Pflicht.

The Song Decoders at Pandora
Rob Walker über den Musik-Entdeckungsdienst.

Testbild

Kartenstolz

Abendblatt.de nach dem Relaunch.

Ein neues Angebot im frisch renovierten abendblatt.de: »Der interaktive Stadtplan des Hamburger Abendblattes ist Ihre virtuelle Karte der Hansestadt. Und damit Sie sich noch besser zurechtfinden, gibt es auch gleich die Satellitenbilder zu den Karten.« Toll, oder? Und die Macher von abendblatt.de haben sich sogar die Mühe gemacht, in ihrem interaktiven Stadtplan die weiteren Außenbezirke Hamburgs zu berücksichtigen:

Abendblatt-Stadtplan zeigt New York

Bevor jemand fragt: Es ist natürlich völlig in Ordnung, Google Maps in eigene, auch kommerzielle Onlineangebote einzubinden. Google erlaubt das ja ausdrücklich. Es ist nur ein bisschen lahm, die Stadtplan-Funktionalität von Google Maps einfach zu übernehmen, ohne die Karten mit eigenen Daten und Features aufzuwerten. Und angesichts der Debatten über den Respekt vor dem geistigen Eigentum, an denen sich auch das Haus Springer beteiligt, ist es eine Spur perfide, das alles als Abendblatt-Stadtplan zu verkaufen.

Löblich ist ja im Prinzip auch, dass Karten direkt in Artikel eingebunden werden, etwa um den Standort eines Kinos anzuzeigen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Cinemaxx Dammtor und Streits Filmtheater nicht mitten in der Außenalster liegen und sich das Alabama-Kino nicht im Stadtpark befindet.

Karte mit Cinemaxx-Marker in der Alster

Abendblatt.de sieht nach dem Relaunch deutlich aufgeräumter aus. Die aggressiven Popup- und Overlay-Werbeformen beschädigen diesen Eindruck allerdings schnell wieder, und an manchen Ecken hapert es ziemlich bei der Qualität. Bei den Videos mischt das Abendblatt Filme des privaten Lokalsenders Hamburg 1 und des holländischen Lieferanten zoom.in. Zoom.in wiederum bedient sich mal aus AP-Material, mal aus Kinotrailern — und mitunter gelangt ziemlich Abseitiges (»Mann wächst Tanne in der Lunge«) ins Abendblatt-Videoangebot. Gehören Bildergalerien mit den Themen »Der schönste Po der Welt« und »Boxenluder der Formel 1″ wirklich auf die Startseite eines regionalen Nachrichtenangebots? Eine andere Bildergalerie auf der Startseite porträtiert eine Castingshow-Kandidatin und beginnt mit diesen Worten:

Andere mögen sie nicht, meinen sie sei eine 'Zicke', die alle macht, um berühmt zu werden.

(Ich finde übrigens auch keinen nicht-bösen Grund, warum »Traueranzeigen« in der Navigation unter »Gewusst wo« eingeordnet werden. Aber das nur am Rande.)

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1 Kommentar

h.s.
5. Mai 2009, 12:53

Auch die Calle Serrano in Madrid muss im Hamburger Außenbezirk liegen. Anscheinend gibt es aber noch keine gute S-Bahn-Verbindung…..


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