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13. November 2007

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Analog ist besser

Offenbar Aus für digitalen Wahlstift.

Mit einem digitalen Wahlstift – einem kamerabewehrten Kugelschreiber – wollten die Hamburger ihre erste Wahl nach neuem Recht schnell und günstig auszählen. Doch der CCC zeigte erst, dass ein manipulierter Stift Schadsoftware übertragen kann, und danach, dass das besondere Stimmzettelpapier ebenfalls manipuliert werden könnte. Die Stimmung ist gekippt, jetzt offenbar auch in der Bürgerschaft: Das endgültige Wahlergebnis soll nach Ansicht von SPD und Grünen auf der Handauszählung der Stimmen beruhen, wie NDR 90,3 heute berichtet. Die CDU hatte im Vorfeld versprochen, das Projekt nicht gegen die anderen Fraktionen durchzuboxen.

Damit kommen die Stifte zwar zum Einsatz, aber wohl nur als unverbindliche Auszählhilfen. Und das eigentliche Zählen dürfte etwas länger dauern — bei der ersten deutschen Landtagswahl, bei der die Wähler ihre Stimmen auf Wahlkreis-Kandidaten und Parteien verteilen und häufeln dürfen.

Nachtrag: Die Stifte kommen nicht einmal als Hilfsmittel zum Einsatz.

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3 Kommentare

Igor
14. November 2007, 6:33

gute nachrichten!


nadine
15. November 2007, 0:01

Na, wer sagt es den. Es geschehen doch noch Wunder :)


Macsico
17. November 2007, 21:07

Nachdem nun auch im gestrigen Hamburger Abendblatt zu lesen war, wie schlecht abgesichert das Datennetz der Hamburger Behörden war (ist?), gewinnt das vom CCC aufgezeigte Innentäter-Szenario sogar deutlich an Profil.

Angesichts solcher immer wieder aufgedeckten EDV-Schlampereien im öffentlichen Sektor erscheint mir die Vorratdatenspeicherung als enorm große Bedrohung, da sie von eben denen befürwortet wird, die ihre tatsächlichen Risiken auch für sie selbst eigentlich gar nicht begriffen haben.

Wird Zeit, daß mal das ganze heimliche Getue durch einen gewissen Bedienungsfehler mehr als nur öffentlich wird. :-D


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