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Stadtkarten im 80er-Jahre-Computerspiel-Look.
Dank Open Street Map.

DasErste.de: 30 Jahre Videotext
Schönes Special mit Videos und Bildern.

"Live blogging is the first draft of journalism"
Guardian-Wahlblogger Andrew Sparrow zieht Bilanz

Fabian Mohr: Video vs. Audio-Slideshow
Gute Gründe dafür, auf Video zu setzen.

Wenn Protest nichts kostet
"A mob fighting a good cause is still a mob."

A people's history of the internet
Schöne Zeitsenke beim Guardian.

Poststreik-Mapping mit Leserhilfe
Der Guardian schaut, wie schnell Royal Mail arbeitet.

Ohne Relevanzkriterien keine Wikipedia
Gute Gründe gegen Einträge zu jedem.

Auswege für den US-Lokaljournalismus
Studie sieht Staat in der Pflicht.

The Song Decoders at Pandora
Rob Walker über den Musik-Entdeckungsdienst.

Testbild

12. Juni 2007

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Schwarzweißmalerei

Blair über die Entwicklung der Medien.

Tony Blair in Schwarzweiß Auf seiner langen, langen Abschiedstournee hat Tony Blair eine Rede über die Medien gehalten. Er erwähnt etwa die Bemühungen der Politiker, den Nachrichtentag mit eigenen Themen zu dominieren. Das sei schwieriger geworden:

When I fought the 1997 election – just ten years ago – we took an issue a say. In 2005, we had to have one for the morning, another for the afternoon and by the evening the agenda had already moved on.

Er kritisiert Dramatisierungen:

Life’s usual grey is almost entirely absent. »Some good, some bad«; »some things going right, some going wrong«: these are concepts alien to today’s reporting. It’s a triumph or a disaster. A problem is »a crisis«. A setback is a policy »in tatters«. A criticism, »a savage attack«.

Und die »neuen Medien« kommen bei ihm nicht eben gut weg:

It used to be thought – and I include myself in this – that help was on the horizon. New forms of communication would provide new outlets to by-pass the increasingly shrill tenor of the traditional media. In fact, the new forms can be even more pernicious, less balanced, more intent on the latest conspiracy theory multiplied by five.

Der Independent, die einzige von Blair direkt kritisierte Zeitung, stellt den Angriff natürlich als Auszeichnung dar. Guardian-Kommentator Martin Kettle sieht in der Rede einen Weckruf, der vermutlich ungehört verhallen wird. Aber die interessanteste Reaktion kommt von Emily Bell, der Onlinechefin des Guardian. Sie nennt in ihrem Kommentar unter anderem ein paar ganz praktische Gründe, warum das Parlament ins mediale Abseits geraten ist — und die ziemlich genau auch auf den Bundestag zutreffen. Und Bell sieht gerade im Netz, wo Berichterstattung und Analyse eher eine Konversation als ein abgeschlossener Vorgang sind, mehr Ausgewogenheit als in den »linearen Medien«:

The people who are, in my limited experience, most hostile to the idea of the democratising effect of the web are journalists and politicians, both sets much keener on central contol and power than they would care to admit.

(Obige Zeichnung nach (CC)-lizensiertem Foto von Jens-Olaf.)

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