NDR-Podcasts

Mehr Radio zum Mitnehmen.

iPod mit Podcast von NDR Info

Und weil ich jetzt einen iPod habe, haben meine Kollegen beim Norddeutschen Rundfunk entschieden, in dieses neumodische Radio-zum-Mitnehmen-Geschäft einzusteigen: www.ndr.de/podcast. Na gut, vielleicht ist es auch nur Zufall, jedenfalls gibt es zum Start Pisa-Polizei und Ollis Tagebuch von N-Joy, Fußballgedichte von NDR Kultur, Münte- und Angela-Podcasts, den Kurier um 12 und um 5 sowie die Shownews von NDR 2 und schließlich die Nachrichten und Echo der Welt von NDR Info.

(Ein paar gesammelte Links zu ARD- und ZDF-Podcasts: BR, DW, DLF/D Kultur, HR, MDR, NDR, SWR, tagesschau, WDR, ZDF.)

WSIS-Schwachsinn bei RTL

Desinformation über Internet und ICANN.

RTL zeigt Uncle Sam, wie er das Web an sich krallt

Immer wenn man denkt, es geht nicht mehr schlechter, kommt so etwas: Soeben lief im RTL Nachtjournal ein Bericht über den WSIS-Gipfel. Er begann mit den Worten „Vor 36 Jahren erfand der amerikanische Geheimdienst das Internet„, dazu verwirrenderweise ein Bild des US-Verteidigungsministeriums. Dann wurde den armen Zuschauern allen Ernstes erzählt, alle Domains — später hieß es: Seiten — müssten von ICANN „genehmigt“ werden. Unglaublicher, ärgerlicher Unfug! Fehlt nur noch, dass die Moderatorin am Ende eine amerikanische Fahne verbrennt.

Tippfehler

Kabinettsprognosen zwei Monate später.

RTL-Kabinettsprognose

Nur noch einmal zur Erinnerung: Warum Journalisten ihre Spekulationen nicht unbedingt stets öffentlich machen sollten. Die Grafik zeigt das mögliche Kabinett einer schwarz-roten Koalition laut RTL am Wahlabend.

  • Kanzlerin: Merkel, CDU
  • Außen: Schily, SPD Steinmeier, SPD
  • Innen: Beckstein, CSU Schäuble, CDU
  • Justiz: Bosbach, CDU Zypries, SPD
  • Wirtschaft/Arbeit: Steinbrück, SPD Glos, CSU
  • Finanzen: Merz oder Koch, CDU Steinbrück, SPD

Die Wahl bei CNN

Am Fernseher in Lissabon.

Mangels Alternativen in einem Lissabonner Hotelzimmer habe ich heute erstmals einen deutschen Wahlabend im ausländischen Fernsehen verfolgt. Erster Eindruck: CNNs Germany Votes sieht aus wie ein schwer verunglückter Mix aus Bauhaus und 70er-Jahre-Design. Und ein paar Feinheiten gehen beim Übersetzen ebenfalls verloren. (Edmund Stoiber hat die Ostdeutschen „mad as calves that voted for the butcher“ genannt? Naja.)

CNN zeigt Angela Merkel

Als „German political analyst“ schlägt sich Zeit-Herausgeber Josef Joffe aber einigermassen wacker. Schöne, klare Antwort auf die Frage kurz nach 18 Uhr, was denn passiert sei: „I don’t know.“ Das Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimmen bekamen die CNN-Zuschauer allerdings nicht erklärt, so dass Jörg Schönbohms Interpretation des FDP-Erfolgs den meisten vermutlich etwas rätselhaft erschien. Immerhin musste man sich weder für Schönbohms noch für Heidemarie Wieczorek-Zeuls Statements auf Englisch schämen.

(Kurzer Blick hinüber zu RTL, dem einzigen deutschen Sender hier: Heiner Bremer, Frauke Ludowig, Udo-Jürgens-Reklame, singende Rama-Pilze. Schnell zurück zu CNN.)

Irgendwann haben die Einblendungstexter allerdings die Nerven verloren: „Grand coalition most likely result“. Wir werden sehen — noch ist der Wahlabend offen.

Online in Streikzeiten

Journalisten berichten bei CBCUnlocked.

Ein Streikblog, das den Tarifstreit aus Sicht der Arbeitnehmer darstellt, ist mittlerweile nichts Neues. Die streikenden Mitarbeiter des kanadischen Senders CBC machen etwas anderes: ein Alternativprogramm im Internet. Unter dem Titel CBCUnlocked gibt es ausführliche Landes-, Welt- und Wirtschaftsnachrichten von den CBC-Journalisten. In einem Beitrag weisen sie darauf hin, dass ein solches Vorgehen eine lange Tradition vor Erfindung des Internets hat: Der Toronto Star, mittlerweile die auflagenstärkste Tageszeitung Kanadas, ist bei einem Streik der Afternoon News entstanden. Aber auch die CBC nutzt das Netz für ihre Zwecke: Auf CBC Negotiations stellt sie ihre Sicht der Dinge dar.