Pressemitteilungen als RSS-Feeds

Presseportal.de hat jetzt Feeds für jeden, der Pressemitteilungen verschickt.

Kompliment ans Presseportal von news aktuell: Jetzt gibt es dort nicht nur thematische RSS-Feeds, sondern auch jeweils einen RSS-Feed von jeder Institution, die Pressemitteilungen über den Dienst übermittelt. Einfach nach Firmennamen suchen, Pressemappe anzeigen und dem Link „Pressemappe als RSS“ folgen. Eine kleine Auswahl aus dem Bereich Medien:

Um Missverständnissen vorzubeugen: Diese Feeds enthalten im Regelfall nicht die aktuelle Berichterstattung dieser Medien, sondern nur deren Pressemitteilungen. Wer nicht weiß, was RSS ist und womit man RSS-Feeds liest, verpasst etwas.

Jetzt auch [- – – -] automatisch

Ein Tool zensiert Radio automatisch in Echtzeit.

Die US-Firma Enco Systems hat ein Tool mit dem Namen Guardien entwickelt. Die Zielgruppe: Fernsehsender in den USA. Die Aufgabe: Vorher definierte böse Wörter live erkennen und mit einem Ton unkenntlich machen oder den Ton kurz abschalten. Der Slogan: Guardien – Your first line of defense in the battle against indecency fines. Bislang musste immerhin noch ein Mensch auf den gelben DUMP-Knopf drücken. (Via Lost Remote.)

Nachrichten als Aufmacher

Analysen auf die Titelseite! (Schneider) Nicht nur Analysen! (Keese)

Zeitungen sollten laut Wolf Schneider den Mut haben, auf Nachrichten als Aufmacher zu verzichten — an den 60 Tagen im Jahr, an denen es keine Nachricht gibt, die einen Aufmacher lohnt. In einem Beilagen-Essay zum aktuellen MediumMagazin schreibt der frühere Leiter der Henri-Nannen-Schule:

Sie könnten sich die International Herald Tribune oder Le Monde zum Vorbild nehmen, zwei der besten Zeitungen der Welt. Da werden Analysen, Reportagen, Hintergrundberichte aufgemacht, das also, was die Zeitung dem Fernsehen voraus hat — und dies mehr als 60mal im Jahr.

Ebenfalls im MediumMagazin warnt Christoph Keese (noch FTD, bald Welt am Sonntag) die Zeitungen davor, sich schleichend aus dem Nachrichtengeschäft zu verabschieden:

[Die Angst der Leute, ohne Zeitungslektüre etwas zu verpassen] erreicht eine Redaktion nicht mit Hintergrund-Analysen, sondern nur mit Nachrichten. Umgekehrt gilt: Wenn Printmedien in Angststarre vor den elektronischen Medien verfallen, verpassen sie eine Chance.

Die Alkoholpolitik im Norden ab Mai

Die EU-Osterweiterung könnte die Alkoholmonopole ins Wanken bringen.

Finnen rufen bereits Supermärkte in Tallinn an, meldet der norwegische Sender NRK: Sie wollen wissen, ob die Händler auch genügend Alkohol bereit halten, wenn Estland am 1. Mai der EU beitritt. Die Mitgliedschaft im gemeinsamen Binnenmarkt bedeutet, dass Finnen künftig so viel Alkohol über die Grenze schleppen können, wie sie tragen können. Damit könnte die äußerst restriktive Alkoholpolitik der nordischen Länder ins Wanken geraten. Bislang gibt es beispielsweise in Norwegen Wein und hochprozentigen Alkohol nur beim staatlichen Vinmonopol, in Schweden beim Systembolag, in Finnland bei Alko, in Island beim ATVR.