Neidblogging

Außergewöhnliches Kantinenessen.

Fast hätte ich es vergessen: Gestern war Manfred Stocker Gast-Kantinenkoch. Die Tafelspitzsülze mit Apfelkrem, steirischem Kürbiskernöl und Blattsalaten hat lecker geschmeckt, die Konsistenz war aber nicht ganz mein Fall. Dafür waren die Eismarillenknödel mit Vanillesauce und Beerenkompott himmlisch.

Notebooktastaturdingsbums

Nicht mehr alle Tasten im Schrank.

Weiß jemand, wie diese Dinger unter den Kappen der Notebook-Tasten heißen oder gar gleich, wie man Ersatz bekommt, wenn einzelne davon kaputt sind? (Merkposten: Versuche der Tastaturreinigung sind löblich, aber gefährlich!)

Das Abu- und das Abdul-Problem

Die Fallstricke der arabischen Namen.

Mit einem tollen Vortrag unter dem Titel „Fallstricke für Journalisten“ hat Spiegel-Online-Volontär Yassin Musharbash heute Abend beim NDR etwas Licht ins Dunkel der arabischen Worte und Namen, ihrer Aussprache und Schreibung gebracht: Die Zahl der möglichen — und nicht falschen — Aussprachevarianten erstaunt ebenso wie die Fehler in Medienberichten, die Musharbash aufzeigte. Schon die Struktur oder vielmehr Strukturen arabischer Namen ist aus deutscher Perspektive ungewohnt und somit eine häufige Fehlerquelle.

Da die tagesschau-Sprecher zu den eifrigsten Fragern gehörten, bin ich gespannt auf die nächsten Ausgaben, in denen Jo Brauner oder Jan Hofer es mit al-Qaida zu tun haben. Die dem modernen Hocharabischen ähnlichste, aber für Deutsche noch aussprechbare Variante ist demnach al-Kaa(kurzePause)idda: mit langem, betontem A, kurzem I und einer kurzen Verbeugung vor einem Kehlkopf-Presslaut. Weiteres korrigiertes Unwissen: Medienarabisch ist das besagte moderne Hocharabisch — damit läuft das Fernsehen im arabischen Raum für viele, sogar für die meisten, in einer Fremdsprache.

Weitere Nacherzählung würde eigentlich Hörbeispiele erfordern. Stattdessen verweise ich auf den Wikipedia-Artikel Arabic names im Vergleich zum dpa Stylebook. In den dpa-Regeln steht apodiktisch: „An Arab person’s family name is the last name and this is the one to use on second reference.“ So einfach ist das leider nicht!

Nachtrag: Kollege Maas hat’s auch gebloggt!

Wer mit Spyware wirbt

Ben Edelman untersucht das WhenU-Netzwerk.

Ben Edelman hat sich wieder auf Forschungstour ins Netz begeben: Diesmal widmet er sich Programmen, die den Nutzer beim Surfen im Web beobachten und bei bestimmten Webseiten Popup-Werbung einblenden. Bei seiner Untersuchung des WhenU-Netzwerks hat er herausgefunden, dass dort nicht nur Online-Kasinos und Viagra-Händler werben, sondern auch T-Mobile und Sprint Telecom sowie renommierte Banken wie ING und Chase. Will sich jemand, dessen Computer mit Spyware verseucht ist, beim Breitband-Anbieter Covad anmelden, schiebt sich ein Fenster des Konkurrenten Verizon davor — Ben hat es sogar auf Video dokumentiert.