Fordern und fordern

Wie sich die Arbeitsagentur anfühlt.

Zu Schulzeiten hatte ich ein einziges Mal mit dem Arbeitsamt zu tun — ein Ausflug zum Berufsinformationszentrum — und ich hoffe, es bleibt dabei. Nur aus dem Bekanntenkreis und nur aus jüngster Zeit:

  • Da wäre die eine, die unsinnige Kurse belegen und sich dann von ihrer Arbeitsagentur erzählen lassen musste, sie sei sich als Akademikerin wohl zu fein für Imbissbuden-Jobs. (Inzwischen hat sie eine fantastische Stelle gefunden, ohne Zutun der Arbeitsagentur.)
  • Da wäre der eine, dem die Arbeitsagentur durch Fehlleistungen die Möglichkeit von Existenzgründer-Unterstützung genommen hat. (Inzwischen hat er sich selbstständig gemacht, ohne Zutun der Arbeitsagentur.)

Und falls Ihr mich systematisch fertig machen wollt, könnt Ihr jetzt damit aufhören. Ich bin am Ende, Ihr habts geschafft. Ich kann nachts nicht mehr schlafen, ich hab Druck auf dem Magen, wenn ich an Euch denke und gelegentlich ein Pfeifen in den Ohren, das mir Angst macht. Ich mag nicht mehr. Lasst mich endlich in Ruhe.

(Und auch sie wird das trotz Arbeitsagentur schaffen. Aber was für ein unglaublicher Umgang mit Menschen.)

Polywolf

Videoblogs bei Polylux.

Fleischwolf, leicht verfremdet Ob und was das neue Polylux-Videocast-Projekt Polylog wird, weiß ich auch erst nach dem Start genau jetzt. Eine grundsätzlich schöne Idee ist, dass sich Tita von Hardenberg in den Kommentaren anderer Blogs zu Wort meldet. Noch schöner wäre es natürlich, wenn die Kommentare sich nicht so sehr ähneln würden. Zum Start gibt als potenzielles Fleischwolf-Futter: Pro und contra Eva Herman im Fightclub, Titas Videotagebuch vom Harald-Schmidt-Besuch und Carstens recht kurze Rede an die Nation.

Nachtrag: Ach, das ist also das andernorts erwähnte Knallgrau-Projekt fürs Fernsehen, ja? Es ist ein Knallgrau-Projekt, aber nicht die erwähnte Lösung von Antvillianern fürs Fernsehen, kommentiert Michael Schuster von Knallgrau. Bei Gelegenheit könnte mal jemand die blogr-Nutzungsbedingungen für Polylog übersetzen.

(Polylux kommt vom RBB und läuft im Ersten. Der übliche Disclaimer also: Der NDR ist mein Arbeitgeber.)

Markenbrand

BBC-Leser gegen Gucci-Fegefeuer.

Da nimmt sich ein Neil Boorman 20 Absätze Zeit zu erklären, warum er in den kommenden Wochen alle seine Markenartikel verbrennen will. Weil er sein wahres Glück, sein wahres Selbst finden, von vorn beginnen, materielle Dinge aus den richtigen Gründen wertschätzen will. Und dann kommen unbarmherzige Leserkommentatoren, die statt seiner Phönix-aus-der-Asche-Geste lieber alles für einen guten Zweck versteigert sehen wollen. Verbrennen schadet ja schließlich auch dem Weltklima.

Feeds für BBC-Nachrichten

Gezielt Suchworte abonnieren.

RSS-Feeds (zum Abonnieren von Inhalten) sind inzwischen Alltag, aber es gibt immer noch Anbieter, die den anderen etwas voraus haben. Beispielsweise die BBC: Suche ich nach Hamburg, bekomme ich dafür einen RSS-Feed angeboten. Wann immer das Wort „Hamburg“ in den BBC-Nachrichten auftaucht, erscheinen diese Meldungen also in meinem Feed-Reader. Lösche ich das „+sport“ aus der URL, werde ich zudem von Sportmeldungen über den HSV verschont.

(Ein Tropfen Wermut: Auch McDonald’s-Berichterstattung fällt in das Raster, wegen der vielen Hamburger.)

Zeitungsforschung per Wiki

Endspurt beim Auswerten.

Eine Dose AAL mit Aufkleber: Andere arbeiten lassen Die Reaktionen auf das Experiment, Zeitungsfeatures gemeinsam per Wiki zu untersuchen, haben meine Erwartungen komplett übertroffen. Mehrere Leute wollen beim Auswerten helfen, zwei Drittel der Zeitungen sind schon untersucht. Und das, obwohl meine Wiki-Methode äußerst unelegant ist.

Störenfriede sind dem Wiki weitgehend ferngeblieben. Einzelne Nutzer haben weitere Zeitungen aufgelistet, aber nicht ausgewertet — die Blätter habe ich wieder gestrichen. (Zur Erläuterung: Wenn beispielsweise die „junge Welt“ fehlt, dann nicht aus ideologischen Gründen, sondern mangels Auflage. Die „junge Welt“ lag vor zwei Jahren bei 14.000 Exemplaren, also bei einem Zehntel der „Kreiszeitung Syke“.)

Vom „Donaukurier“ bis zum „Wiesbadener Kurier“ gibt es aber einige Zeitungen, die noch niemand untersucht hat. Wer beim Endspurt mithelfen will, sucht sich eine Zeitung mit rotem Link auf der Übersichtsseite. Dann bitte einmal den Text {{subst:Zeitungsfeatures}} in die leere Seite einfügen und speichern: Dadurch entsteht die Liste der Kriterien. Einmal auf ‚bearbeiten‘ klicken, die Angaben zur Zeitung ergänzen und am Ende natürlich noch einmal speichern.