Wandelbar

Schnelle Änderungen bei change.gov.

Change.gov, die Amtsübergangs-Website von Barack Obama, sei wie sein Wahlkampf „casual, cool, interactive“, schwärmt die New York Times. Für deutsche Wähler sei die Site dagegen „vor allem ein Ort der Trauer“, befindet Felix Knoke bei Spiegel Online: „So professionell, gut und offen ist keine deutsche Partei- oder Politiker-Website.“

Der spannendste Unterbereich besteht allerdings derzeit nur noch aus zwei dürren Absätzen: Unter Agenda waren auf change.gov 25 Themen von Außenpolitik über Bürgerrechte bis zu den Veteranen aufgeführt, mit teils sehr detaillierten Plänen. Wer heute schaut, findet nur noch „The page you requested is not available right now.“ Vielleicht war die Idee, den Bereich Issues von der Wahlkampf-Website per Copy und Paste zu übernehmen, ein bisschen blauäugig.

Nachtrag vom 18. November: Der Bereich Agenda hat sich jetzt wieder gefüllt. Der Text ist jetzt nicht mehr ganz identisch mit dem Wahlprogramm — manchmal sind es Nuancen: Aus „tough, direct presidential diplomacy with Iran“ ist das Wörtchen „presidential“ herausgefallen. Anderswo fehlen ganze Textblöcke, zum Beispiel zu Russland (Wahlprogrammchange.gov).

Sehr palausibel

Die TV-Debatte mit allen vier Kandidaten.

Der Tag der Entscheidung naht — wer sich vor der Präsidentschaftswahl am 4. November noch einmal über die Kandidaten informieren will, kann sich die TV-Debatte noch einmal im Internet anschauen.

Live from the Ngarachamayong Cultural Center

Bitte nicht irritieren lassen: Joshua Koshiba und Surangel Whipps Sr., die auch bei der Debatte auftreten, sind schon in der Vorrunde Ende September ausgeschieden. Jetzt bleibt den Palauern also noch die Wahl zwischen Elias Camsek Chin und Johnson Toribiong, dazu wählen sie zusammen 25 Abgeordnete für die beiden Kammern des Kongresses.

Die Debatte wurde von mehr als 5.000 Fernsehzuschauern verfolgt. Für Nichtpalauer dürfte das größte Hindernis natürlich darin liegen, dass die Veranstaltung auf Palauisch stattfand. Immerhin sind einige der Spots in den beiden Werbeblöcken (unter anderem für HPV-Impfungen, Captain Finn’s Restaurant und Kickboxing-Kurse) auf Englisch. Und dass die ganz am Anfang gespielte Nationalhymne „Belau loba klisiich er a kelulul“ rockt großartig ist, hört man auch ohne austronesische Sprachkenntnisse.