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1. Oktober 2008

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Verflechtungen

11.000 Politiker in NRK-Datenbank.

Maktbasen bedeutet im Norwegischen Machtbasis — oder Macht-Datenbank.

Maktbasen ist ein Projekt des norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks NRK, das für mehr Transparenz in der Politik sorgen soll. Es enthält Daten zu mehr als 11.100 Politikern — Abgeordnete im Landesparlament Storting, im Provinzparlament Fylkesting, Mitglieder von Stadt- und Gemeinderäten. Für jeden zeichnet Maktbasen ein Netzwerk: Zu welchen Organisationen und Firmen gehört der Politiker, wer sitzt mit ihm in Vorständen?

Maktbasen-Netzwerk

Nutzer haben jede Menge Suchmöglichkeiten: Was machen die Politiker aus meiner Gemeinde? Welche Nebeninteressen haben die Politiker im Verteidigungsausschuss? Welche Politiker stehen in Verbindung mit Stromversorgern?

Die Daten stammen vom Kommunal- und Regionalministerium (Lokalpolitiker und Parteizugehörigkeit), vom Storting (Biografien der Abgeordneten, Stimmverhalten), einer privaten Wirtschaftsdatenbank (Verknüpfung von Personen mit Unternehmen und Stiftungen) und einem staatlichem Unternehmensregister (Branchenzuordnung). (Gefunden via NRK beta.)

Norwegische Medien haben übrigens besondere Erfahrung mit Datenbanken: Ob NRK, Dagens Næringsliv, Aftenposten oder VG — alle veröffentlichen im Netz jährlich das steuerpflichtige Einkommen, das steuerpflichtige Vermögen und die Steuerhöhe aller Bürger. Skandinavische Transparenz, die in diesem Jahr etwas zu weit ging: An elf Redaktion lieferten die Behörden CDs mit den Steuerlisten, die versehentlich auch vier Millionen vertrauliche Personennummern enthielten. Immerhin waren die CDs verschlüsselt.

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1 Kommentar

Sven
2. Oktober 2008, 7:47

Sorgt das Vorgehen in Norwegen nun für mehr Transparenz, oder ist deren politisches System durch die Veröffentlichung zusammengebrochen ?

Ich finde es beschämend, dass unsere Politikerelite nicht in der Lage ist die Zusammenhänge aufzudecken. Eigentlich soll man in der Demokratie genau die Person wählen, die im Gleichklang mit den eigenen Werten steht. Wofür jemand aber steht oder in wessen Pflicht er sich befindet oder wofür er sich wirklich einsetzt zeigt doch eigentlich erst der Gehaltszettel.

Ohne Offenlegung auch bei uns bleibt alles wie es ist : ein großes Gemauschel !


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