Neu in der Linksammlung:

Stadtkarten im 80er-Jahre-Computerspiel-Look.
Dank Open Street Map.

DasErste.de: 30 Jahre Videotext
Schönes Special mit Videos und Bildern.

"Live blogging is the first draft of journalism"
Guardian-Wahlblogger Andrew Sparrow zieht Bilanz

Fabian Mohr: Video vs. Audio-Slideshow
Gute Gründe dafür, auf Video zu setzen.

Wenn Protest nichts kostet
"A mob fighting a good cause is still a mob."

A people's history of the internet
Schöne Zeitsenke beim Guardian.

Poststreik-Mapping mit Leserhilfe
Der Guardian schaut, wie schnell Royal Mail arbeitet.

Ohne Relevanzkriterien keine Wikipedia
Gute Gründe gegen Einträge zu jedem.

Auswege für den US-Lokaljournalismus
Studie sieht Staat in der Pflicht.

The Song Decoders at Pandora
Rob Walker über den Musik-Entdeckungsdienst.

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15. August 2007

Schlagwörter:

WikiScanner

Wer bearbeitet die Wikipedia?

Ein kleines Tool nicht nur fürs Sommerloch: Der WikiScanner ermöglicht einen schnellen Blick darauf, welche Wikipedia-Artikel aus dem Netzwerk welcher Firmen und Organisationen bearbeitet wurden.

Wer allerdings hofft, dass beispielsweise aus dem Netz der Landesregierung NRW heraus an politisch umstrittenen Einträgen gebastelt wird, wird enttäuscht: Tatsächlich wird von dort aus unter anderem an den Einträgen »Germany’s Next Topmodel«, »Rot-Weiss Essen«, »List of railroad-related periodicals« gearbeitet — allerdings richtet der WikiScanner seinen Röntgenblick auch nur auf die englischsprachige Wikipedia. (Bei der BBC scheint man übrigens auch viel Zeit mit der Wikipedia zu verbringen.)

Erklärtes Ziel von WikiScanner-Bastler Virgil Griffith: »To create minor public relations disasters for companies and organizations I dislike.«

Nachtrag: Kim Plowright, die bloggt und bei der BBC arbeitet, warnt zu Recht ein wenig vor Paranoia: In den meisten Fällen steht in großen Organisationen hinter Wikipedia-Änderungen wohl weniger ein böser Geist aus der PR-Abteilung als ein Praktikant mit zuviel Zeit. »It would be a loss to wikipedia if large organisations prevented their employees contributing to the project, in order to control the random enthusiasms that could backfire on their PR department.«

Noch ein Nachtrag: Virgil Griffith arbeitet bereits an der deutschen Fassung, berichtet Spiegel Online in einem sechsteiligen (!) Artikel über den WikiScanner. Übrigens werden auch aus dem Hause Spiegel heraus Wikipedia-Links zu eigenen Artikeln gesetzt. Das Highlight ist aber diese Änderung am Artikel über Condoleezza Rice.

Letzter Nachtrag:  Unter http://wikiscanner.virgil.gr/de ist nun die Fassung für die deutschsprachige Wikipedia zu finden. Einige auffällige Änderungen hat Spiegel Online schon gefunden, die Wikipedianer sammeln aber auch selbst.

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