Die USA und die Domainnamen

Ein US-Dokument zu ICANN und Co.

Das US-Handelsministerium hat ein vier Absätze langes Dokument zum Domainnamensystem veröffentlicht, das für einigen Wirbel sorgt. Zum einen wird die ICANN gegen Versuche gestärkt, die Internetverwaltung unter UN-Kontrolle zu stellen. Zum anderen betont die US-Regierung, dass sie ihre historische Rolle bei der Verwaltung der Rootzonen-Datei fortführen will: Wenn also eine neue Top-Level-Domain eingerichtet wird oder sich der Verwalter einer Länderdomain ändert, muss die US-Behörde NTIA dem zustimmen. Das alles geschieht kurz vor Veröffentlichung des Berichts der WGIG (Arbeitsgruppe zu Internet Governance), die dem UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft WSIS zuarbeitet.

Erste Reaktionen:
Monika Ermert: „überraschend klare Kampfansage an die internationale Gemeinschaft“
Michael Froomkin: „This new statement is consistent with some of what Commerce has said to Congress in the past, but it is not consistent with much of what the US has been telling its allies.“
Thomas Roessler: „Much of the context we’re missing now will fall in place when [the WGIG report] becomes available.“

Nachtrag:
Paul Hoffman (IMC): „The short, careful wording appears to be more of a threat to ICANN than a power grab.“ (via)

Google 2D und Google 3D

Ein Umwandlungstool von Philippe Gouillou.

Philippe Gouillou hat eine kleine, feine Seite gebaut, die Google-Maps-Links in Google-Earth-Adressen wandelt und umgekehrt Google-Earth-Placemarks in Google-Maps-Links. (Ja, einschließlich der Überschrift taucht das Wort Google in diesem Beitrag sieben Mal auf.)

Noch ein nachgetragener Tipp: Im Earth-Programm lässt sich bei gehaltener rechter Maustaste bequem zoomen (Maus nach oben oder unten schieben) — oder per Maus-Scrollrad.

Live 8 im Radio

Das Konzertspektakel im Hörfunk.

Da hier weiterhin Scharen von Besuchern den Beitrag Live 8 im Fernsehen lesen: Vielleicht gibt es ja auch Leute, die ungern elf Stunden vor dem Fernseher verbringen, und stattdessen lieber Live 8 im Radio hören wollen?

Die Sender im Überblick:

Ein paar Tipps:

  • Für Livestreamer: Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen die Programme Live 8 leider nicht via Internet verbreiten. Daher gibt es keine Livestreams.
  • Für Playlistige: RBB Radio Eins stellt die Playlist für das Konzert online.
  • Für Aufbrausende: Es ist verdammt schwierig, in mehrere Ländern parallel ablaufende Konzerte sinnvoll zu übertragen. Es ist natürlich unmöglich, alles zeitgleich zu senden. Darum gibt es am späten Abend und am Sonntag in vielen ARD-Programmen noch einmal Best-of-Sendungen mit den Highlights.