Ausweise, bitte!

Papiere für die Netzgemeinde.

Das mit der Netzgemeinde: das ist einfach viel zu vage. Wer dazugehört, wer für sie spricht und wer nicht — woher sollen das diejenigen wissen, die sie nicht kennen? Glücklicherweise gibt es für solche Lagen bewährte Lösungen.

NetzgemeindeCard im Scheckkartenformat
Variante 1: Die NetzgemeindeCard ist Fortschritt im Scheckkartenformat. Wer das dem optimistischen Blauton nicht sofort ansieht, merkt es spätestens beim BinnenInitial und beim Wörtchen „Card“. Was der Chip genau kann, ist Verhandlungssache.

Mitgliedsausweis Netzgemeinde mit QR-Code
Variante 2: Public Private Partnership — warum nicht auch hier? Ein günstig hergestellter Mitgliedsausweis für die Netzgemeinde, der nur mit einem wasserfesten Schreiber unterzeichnet werden muss, dazu ein bisschen Platz, um auf die freundlichen Unterstützer hinzuweisen. Finanziert sich von selbst, erhältlich in jedem T-Punkt.

Offiziell aussehender Netzgemeindeausweis
Variante 3: Ein amtlicher Netzgemeindeausweis macht deutlich, dass wir das hier nicht zum Spaß machen. Einfach Passfoto und Avatar bei der zuständigen Behörde einreichen und nach wenigen Wochen den druckfrischen Ausweis abholen.

Weitere Vorschläge sind hochwillkommen! Je schneller die Mitgliedschaft in der Netzgemeinde nachweisbar wird, desto schneller erledigen sich überflüssige Debatten darüber.

Keine Kommentare

  • Die Partner sind SCHLECKER, T ONLINE und GMX 😀 Herrlich!

  • Wie wär’s mit einem Firmenausweis? Netzgemeinde kann man fast schon synonym mit Facebook verwenden: //mensch-im-internet.de/leben-lang-facebook

  • Auf dem Chip könnten biometrische und weitere persönliche Daten gespeichert werden, die durch normales Tracking nicht ohne Weiteres ermittelt werden können.

    Dann wäre es möglich – unter Verwendung eines entsprechenden Lesegerätes – die Online-Werbung noch zielgenauer auf den jeweiligen Nutzer auszurichten. Zudem wäre so gewährleistet, dass tatsächlich die richtige Person den Computer nutzt. Das ist besonders in Fällen, in denen mehrere Personen einen Computer gemeinschaftlich nutzen, wichtig.

    Diesen Vorschlag reiche ich vor dem Hintergrund ein, dass die Netzgemeinde ungern für digitale Inhalte Geld bezahlt – es aber meistens akzeptiert, alle möglichen persönlichen Daten von sich preiszugeben.

  • @veit:

    Nicht jeder ist bei Fb und das ist auch gut so. Es gibt ja noch g+ und den daran angeschlossenen gmail account.

    @all
    Wie wäre es mit der handynummer? Jedes Android/Eierfön ist eh schon so eng mit dem Inet verzahnt das man Nutzer sehr leicht identifizieren kann.

    Ich nehme mal an das dieser Beitrag Satire ist. Bitte so dumm kann doch keiner sein dies zu fordern, oder?!?

  • @hdhhd: Leider nicht. Laut diversen Meldungen ist das bittere Realität. Die ISPs arbeiten momentan an Verfahren ähnlich dem Chip-tan Verfahren, den Anschlussinhabern eine Möglichkeit der Identifizierung zu geben. Dies geschieht vor allem, um im Rahmen von ACTA widerrechtliche Zugriffe über den eigenen Anschluss (ungesichertes Wlan, urheberrechtlich geschützte Inhalte auf der eigenen Facebookpinnwand, wie z.B geschützte Bilder als Profil Bilder) aufzuklären. Das sollte im Sinne aller Nutzer geschehen, die nichts zu verbergen haben. Ihre Einschätzung, dies sei bereits Satire lässt da schon tief blicken.

  • Ist dieser Sepp Jabbusch der offizieller Sprecher der Netzgemeinde? Wenn ich so das alles lese, könnte man das meinen.
    Auf der anderen Seite: würde so ein Hartzer nur 50% der Energie, die er in diese Parallelwelt investiert und über die pöse Netz-Welt heult, in die Jobsuche stecken, wäre ihm und der Gesellschaft/Gemeinde mehr geholfen!

  • Wo kann ich beantragen, dass mein Avatar verpixelt wird?

  • Also mir fehlt bei dem Ausweis der RFID-Chip. Gerne ein MIFARE-Classic. Sicherheitslücken gehören nunmal dazu 😉

  • Recht nicht auch der Ausweis der Piratenpartei?

  • Wenn dann richtig. Ein Chip unter der Haut muss her. Und der ist dann – selbstverständlich – mit allen wichtigen demographischen sowie medizinischen Daten gefüttert.
    Am besten wäre, der Chip könnte noch jederzeit und überall per GPS aufgespürt und nachverfolgt werden…
    Achja und für die Schöngeister: den Chip gibts auch in flouristierendem Blau, Grün und Rot, dann leuchtet es schön unter der Haut.

  • @Website zum Buch: Wieso unter die Haut? Wieso nicht gleich Retina-Scan über die Webcam? Ist doch viel effektiver und zudem können nicht nur die aufgerufenen Seiten gespeichert werden, sondern auch noch die Pupillenbewegung – und damit das Leseverhalten….