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16. Oktober 2007

Schlagwörter:


Päckchen

Der postalisch-zöllnerische Komplex.

Päckchen mit vielen, vielen Aufklebern

  1. Adressaufkleber des Absenders.
  2. Zollerklärung des Absenders.
  3. ID-Aufkleber mit Strichcode von Deutsche Post Global Mail USA.
  4. Airmail-Aufkleber eines Logistikzentrums in Auckland, Neuseeland (!).
  5. ID-Aufkleber-Duplikat mit Strichcode der Deutschen Post, Hub 55 (auf der Rückseite).
  6. Ziel-Aufkleber mit Strichcode der Deutschen Post, Hub 55 an Hub 21 (auf der Rückseite).
  7. Zoll-Aufkleber mit einzuziehenden Einfuhrabgaben.
  8. Kennbuchstaben des Zolls.
  9. Berechnung der Einfuhrabgaben zur mündlichen Zollanmeldung.
  10. Hinweisauskleber »Durch die Deutsche Post für die Zollabfertigung geöffnet«.
  11. Abfertigungsaufkleber des Hauptzollamts Frankfurt am Main-Flughafen.
  12. DHL-Express-Aufkleber zur Abholung in der Postfiliale.
  13. Name zur Sortierung in der Postfiliale.

Der Globalisierungsgewinner heißt: Aufkleberindustrie.


9 Kommentare

rrho
16. Oktober 2007, 12:55

Aus den USA über Neuseeland? Auch nicht schlecht, wenn man’s umständlich will.

Und was war jetzt drin? ;-)


Tim
16. Oktober 2007, 22:35

Was meinst du wie ein aus Australien und dann aus Unwissenheit auch noch ohne Zollpapiere verschicktes Notebook aussieht? Ich musste zwar keinen Zoll nachzahlen weil ich im Zollamt (im Briefkasten war eine Karte auf der Stand, dass ich mich im Postamt melden soll wegen einem Paket, wo mir dann gesagt wurde, dass ich einen Termin beim Zoll machen soll) beweisen konnte, dass das mein privates Notebook war, aber das sah schon ähnlich aus.

Wenn man sowas sieht, kann man einigermaßen verstehen, warum das Porto manchmal etwas teurer ist …


Alexander
16. Oktober 2007, 22:46

In diesem Fall enthielt das Päckchen genau zwei T-Shirts von Threadless (à 15 $ plus 9,20 $ Versand minus 3 $ Gutschein plus 2,67 Euro Zoll plus 4,73 Euro Einfuhrumsatzsteuer).


Kiki
17. Oktober 2007, 12:08

Grossartig!


andreas
18. Oktober 2007, 1:13

hatte ich neulich auch, eine dvd in usa bestellt mit lieferung aus neuseeland. vielleicht ist das ein neuer trend: ›investoren ins land locken mit billigporto‹ oder so.


rvd
18. Oktober 2007, 8:28

Größtmögliches Kino. Ich sehe ein neues T-Shirt-Motiv – mit Deinen Erklärungen auf der Rückseite…


martin
18. Oktober 2007, 17:11

hehe… das kommt mir ziemlich bekannt vor! ;-D

ich bestelle niemals mehr als drei shirts auf ein mal bei threadless, dann passiert das (meist) nicht.


Klaus
18. Oktober 2007, 23:17

Ich hatte mir kürzlich eine Uhr in Hongkong bestellt. Vom Päckchen war nichts mehr zu sehen. Die Zollaufkleber waren größer und deckten alles zu. Ich mußte es übrigens selbst vom Zollamt abholen, weil DHL sich damit nicht belasten wollte. Nach zwei Stunden Formulare ausfüllen, Öffnen des Päckchens, Kontrollieren der Bedienungsanleitung durch die Beamten und Bezahlen von 13,50 € Zoll durfte ich dann endlich das gute Stück in den Händen halten. Auf meine Nachfrage, ob das bei solch kleinen Dingen immer solange dauert, sagte man mir, der Mitarbeiter sei in der Ausbildung und müßte deshalb den Vorgang besonders sorgfältig abwickeln, um nichts falsch zu machen.


Jeeves
30. Oktober 2007, 15:06

Virgin Records resp. Virgin Publ. (beide: London) verschickten auch jahrelang ihre Post – halbjährliche Abrechnungen an zig Musiker etc. – aus Belgien. Das Porto ab Belgien ist billiger, sogar wenn man zuvor ein oder zwei Säcke mit dieser Post per Kurier nach Brüssel schicken muss.


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