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24. September 2006

Schlagwörter:

Urghs

Tagesthemen über Netzvideos.

Tom Buhrow und Lonelygirl15 Gerade ist es einem Autoren in den Tagesthemen gelungen, einen Film zu Videos im Internet mit folgenden Themengebieten zusammenzustellen: Grup Tekkan, lonelygirl15, Bürgerjournalismus: Hurrican Katrina und Nahost-Propagandavideos, DJV-Chef Konken, nochmal Grup Tekkan. Das Resultat war dementsprechend.

(Video im Netz.)

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9 Kommentare

Lucomo
25. September 2006, 1:17

Die Absicht hinter diesem Bericht scheint mir klar und deutlich: Durch das Ein- und Umrahmen des Themas »Bürgerjournalismus« mit Grup Tekkan soll die Arbeit von Amateuren im Internet als lächerlich dargestellt werden.

Haben die Tagesthemen also schon soviel Angst vor den Amateuren, dass sie zu solch schmierigen Filmchen greifen müssen, die viele Stilmittel der Propaganda beinhalten?

Der Beitrag ist also indirekt eine dreifache Unterstützung für den Bürgerjournalismus: Die Tagesthemen haben offensichtlich Panik + statt Argumenten fällt ihnen nur ein, den vermeintlichen »Gegner« lächerlich zu machen + bei solchen Tagesthemen-Beiträgen fragt man sich wirklich, ob irgendwelche Amateure nicht bessere Qualität abliefern.

Die eigentliche Tragik liegt aber natürlich darin, dass Bürgerjournalismus überhaupt gar keine Konkurrenz zu den etablierten Medien ist. Sich die beiden wunderbar ergänzen. So lange die etablierten Medien nicht weiter sinken in ihrer Qualität…


ix
25. September 2006, 8:57

„bei uns wird die qualitatät, äh, qualität, äh, noch professionell überprüft.“


Andreas Kunze
25. September 2006, 11:01

Immerhin: Schon ein Jahr nach Hurrican Katrina und schon ein halbes Jahr nach dem Tekkan-Wirbel wird bei der ARD ein Tagesthema daraus, und das zur nachtschlafenden Zeit.


hucke
26. September 2006, 15:28

Ich halte den Beitrag für eine abgefeimte Stimmungsmache gegen Bürgerjournalismus und ganz klar gegen Lucomo, auch wenn er nicht persönlich genannt wurde.


Alexander Svensson
26. September 2006, 19:42

@«hucke«: Und ich freue mich, dass Wortfeld auch beim WDR gelesen wird. :-)


Steffen Büffel
26. September 2006, 20:02

Als einer der Akteure in dem Beitrag war ich hinterher auch etwas… ähm… überrascht bis irrtiert, was für eine krude Mischung von Themen in dem Beitrag gelandet sind. Bürgerjournalismus hatte da nun wirklich nichts drin zu suchen. Ich sehe mal das »Positive«: Wann schaffen es schon Begriffe wie Web 2.0, Bürgerjournalismus, Youtube und »Fuck you« in einem Rutsch in die Tagesthemen… ;-)


Jürgen Siebert
27. September 2006, 12:08

Eigentlich müssten Tom Buhrow die Hände abfallen … für das Schmuddelmedium Internet kassiert sein Arbeitgeber demnächst Rundfunkgebühren, die seinen Arbeitsplatz sichern.


Steffen Büffel
27. September 2006, 12:23

@ Jürgen: Good point!


niels | zeineku.de
27. September 2006, 18:36

Eine besondere journalistische Fehlleistung ist es natürlich, wenn man ausführlich auf den Mißbrauch von Clips und Blogs zu Propagandazwecken eingeht, dann einen Journalistenverbandsfunktionär ein kurzes Statement zu »Abnahme« und »Qualität« entlockt, aber diskret verschweigt, was den etablierten Medien im Israel-Libanon-Krieg passiert ist und welche Rolle Weblogs dabei spielten.


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