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	<title>Wortfeld &#187; Spiegel</title>
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	<description>Das Weblog von Alexander Svensson über Medien, Netzpolitik et cetera.</description>
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		<title>Leck geschlagen? | Wikileaks-Verwirrung um Aftenposten.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 23:46:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Aftenposten]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikileaks-Verwirrung um Aftenposten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,736258,00.html">meldet derzeit</a>, dass Aftenposten Zugang zu den 250.000 Botschaftsdepeschen hat, die im Besitz von Wikileaks sind. </p>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/wikileaks-spon-aftenposten.gif" alt="Datenleck: Norwegische Zeitung soll WikiLeaks-Dokumente erhalten haben &#8211; Gibt es ausgerechnet bei WikiLeaks ein Datenleck? Eine norwegische Tageszeitung meldet, ihr seien mehr als 250.000 US-Geheimdokumente zugespielt worden. Diese hätten sich vorher im Besitz der Enthüllungsplattform befunden." width="538" height="152" class="alignnone size-full wp-image-3377" /></p>
<p>Nun sei die Zeitung möglicherweise &#0187;das einzige Medium weltweit, das den kompletten WikiLeaks-Datenbestand veröffentlichen könnte&#0171;. Hmmm&#8230; das einzige weltweit außer Wikileaks selbst, New York Times, The Guardian, Le Monde, El País und dem Spiegel, oder nicht? </p>
<p>Die norwegische Zeitung hatte schon vor fast einer Woche <a href="http://www.aftenposten.no/nyheter/uriks/wikileaks/article3953048.ece">verkündet</a>, dass auch Aftenposten nun über das komplette Material verfüge und es uneingeschränkt nutzen dürfe. Vorher hatten Aftenposten und Svenska Dagbladet Zugang zu etwa 2.000 Dokumenten erhalten &#8212; so viele hat Wikileaks bereits selbst im Web veröffentlicht. Das Blatt hat natürlich nicht vor, den kompletten Datenbestand zu veröffentlichen, sondern macht, was alle anderen beteiligten Medien auch tun: abwägen und ausgewählte Auszüge drucken. </p>
<p>Wikileaks hatte vorher angekündigt, weitere Medienpartner in anderen Ländern zu suchen &#8212; bei Aftenposten gibt es nirgends einen Hinweis, dass Aftenposten das Material von irgendwem anders als von Wikileaks selbst erhalten hat. Wäre das so, hätte Aftenposten das mit ziemlicher Sicherheit erwähnt, denn das wäre ja an sich schon eine Sensation. Ausgelöst hat den Spiegel-Online-Bericht wohl eine <a href="http://www.dagbladet.no/2010/12/22/nyheter/innenriks/aftenposten/wikileaks/14810641/">Meldung</a> der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, die sich wiederum auf einen Bericht der norwegischen Wirtschaftszeitung Dagens Næringsliv (DN) beruft. Der interviewte Aftenposten-<del datetime="2010-12-23T00:22:41+00:00">Chef</del>Redakteur wollte DN die Quelle für die Depeschen nicht nennen. DN schreibt aber, Aftenposten habe den Zugang zu den Dokumenten &#0187;ohne Einverständnis von Wikileaks-Chef Julian Assange&#0171; bekommen. Das allein wäre natürlich nicht sehr überraschend, da Assange bekanntlich derzeit ein oder zwei andere Probleme hat.</p>
<p>Bloomberg <a href="http://www.bloomberg.com/news/2010-12-22/wikileaks-joins-forces-with-billionaire-lebedev-gorbachev.html">vermeldet</a> übrigens, dass auch die russische Novaya Gazeta jetzt US-Botschaftsdepeschen von Wikileaks bekommen hat. Allerdings handelt es sich laut Bloomberg um eine Auswahl von Depeschen, die Russland betreffen.</p>
<p>Je mehr Redaktionen bislang unveröffentlichtes Material bekommen, desto höher ist aber natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeine mit den Daten nicht sorgfältig genug umgeht.</p>
<p><em>Nachtrag 1:</em> Oh, es wird noch interessanter, was Wikileaks und den skandinavischen Raum angeht (<a href="http://www.boingboing.net/2010/12/22/wikileaks-all-250000.html#comment-976057">via</a>). Derjenige, der bislang den Zugang der skandinavischen Medien zu den Depeschen gefiltert hat, heißt Johannes Wahlström; sein Vater Israel Shamir ist der Wikileaks-Ansprechpartner für die russischen Medien. Israel Schamir wird von Sveriges Radio als berüchtigter antisemitischer Kommentator <a href="http://sverigesradio.se/sida/gruppsida.aspx?programid=2795&#038;grupp=9346&#038;artikel=4233415">bezeichnet</a>, in Interviews <a href="http://alazerius.wordpress.com/2009/08/11/forintelsen-ar-en-avgud-intervju-med-israel-shamir/">spricht er</a> von einer &#0187;Vergötterung des Holocausts&#0171;. Der Guardian-Blogger und Autor Andrew Brown hat ebenfalls etwas zu den merkwürdigen Wikileaks-Repräsentanten <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/andrewbrown/2010/dec/17/wikileaks-israel-shamir-russia-scandinavia">geschrieben</a>. Für diese länderspezifischen Enthüllungen spielt Wikileaks also selbst Gatekeeper &#8212; eine interessante Konstellation.</p>
<p><em>Nachtrag 2</em>: Auf einer norwegischen Medienseite gibt es noch ein paar <a href="http://www.journalisten.no/story/63527">Details</a>: Aftenposten-Redakteur Ole Erik Almslid sagt, dass seine Zeitung den Zugang ohne Verpflichtungen erlangt habe und dafür auch nicht gezahlt habe. Aftenposten müsse weder Artikel schreiben noch die Dokumente im Netz veröffentlichen. (Wikileaks hatte vorher Svenska Dagbladet Material für Skandinavien gegeben und die schwedische Zeitung gab sie an das norwegische Schwesterblatt weiter. Auch dabei sei Svenska Dagbladet keinerlei Absprache mit Wikileaks eingegangen, <a href="http://www.journalisten.no/story/63416">sagte</a> der SvD-Chefredakteur Mitte Dezember.) </p>
<p><em>Nachtrag 3</em>: Nun erinnert sich der Spiegel wieder &#8211; Spiegel Online hat den Artikel etwas entdramatisiert und so umgeschrieben, dass Aftenposten nicht mehr das weltweit einzige Medium im Besitz aller Depeschen ist.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/10/zu-viel/" title="Zu viel">Zu viel</a> | Ein Blick auf die Warlogs aus dem Irak. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/01/chablisleaks/" title="Chablisleaks">Chablisleaks</a> | Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/12/verrat-und-kalkul/" title="Verrat und Kalkül">Verrat und Kalkül</a> | Von Wikileaks zu West Wing. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Zu viel | Ein Blick auf die Warlogs aus dem Irak.</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 00:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Guardian]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Blick auf die Warlogs aus dem Irak.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich die Irak-Warlogs-Daten nehme, die der Guardian als Google Fusion Table <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2010/oct/23/wikileaks-iraq-data-journalism">aufbereitet hat</a>, sind die Daten bereits gefiltert &#8212; die Tabelle enthält nur die Warlogs, in denen ein Tod vermeldet wird.</p>
<p>Und selbst wenn ich dies weiter beschränke auf Explosionen von Sprengfallen (&#0187;IED explosions&#0171;) und dann noch einmal eingrenze auf diejenigen mit mindestens 20 Todesopfern und schließlich nur die Umgebung auf Bagdad zeige, sieht die Karte am Ende so aus:</p>
<p><iframe width="500px" height="300px" scrolling="no"  src="http://tables.googlelabs.com/embedviz?viz=MAP&#038;q=select+col0%2Ccol1%2Ccol2%2Ccol3%2Ccol4%2Ccol5%2Ccol6%2Ccol7%2Ccol8%2Ccol9%2Ccol10%2Ccol11%2Ccol12%2Ccol13%2Ccol14%2Ccol15%2Ccol16%2Ccol17%2Ccol18+from+285592+where+col3+%3D+'IED+Explosion'+and+col16+%3E+'19'&#038;h=false&#038;lat=33.34917158248845&#038;lng=44.40570831298828&#038;z=12&#038;t=3&#038;l=col17"></iframe></p>
<p>So sieht das Ganze als Zeitleiste aus (IED-Explosionen mit mindestens 20 Todesopfern):</p>
<p><script src="http://www.gmodules.com/ig/ifr?url=http://www.google.com/ig/modules/time-series-line.xml&#038;up__table_query_url=http://tables.googlelabs.com/gvizdata?tq=select+col1%252Ccol16%252Ccol3+from+285592+where+col3+%253D+'IED+Explosion'+and+col16+%253E+'19'+order+by+col1+asc++skip+0+limit+226&#038;up__table_query_refresh_interval=0&#038;w=500&#038;h=300&#038;border=%23ffffff%7C3px%2C1px+solid+%23999999&#038;synd=open&#038;output=js"></script></p>
<p>Anders gesagt: Es ist zu viel. Auf der <a href="http://www.guardian.co.uk/world/datablog/interactive/2010/oct/23/wikileaks-iraq-deaths-map">Guardian-Karte</a> befinden sich zehntausende Punkte, die für einen oder mehrere Toten stehen. Das ist höchstens noch beeindruckend, aber jenseits jeder Erfassbarkeit.</p>
<p>Auch bei der Anonymisierung, um die so viel gestritten wurde, zeigt sich, dass es schlicht zu viel ist. Wikileaks hat selbst den radikalsten Ansatz gewählt und so viele Wörter durch Unterstriche ersetzt, dass aus mancher Meldung ein rätselhafter Lückentext geworden ist (&#0187;THREAT TO ___ BY /___ SE OF HIT&#0171;). </p>
<p>Guardian und Spiegel bieten große Teile der Datenbank selbst im Netz an und verraten mitunter mehr als Wikileaks. </p>
<p>Ein Beispiel aus dem <a href="http://warlogs.wikileaks.org/iraq/diarydig">Wikileaks Diary Dig</a>: &#0187;At 020930COCT06, a ___ IA who worked for Military Intelligence was murdered. The E ___ is ___ and was born is ___. He was shot by three 9mm rounds to the ___ and neck&#0171;.</p>
<p>Die <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,710637,00.html">Spiegel-Flashgrafik</a> und die <a href="http://www.guardian.co.uk/world/datablog/interactive/2010/oct/23/wikileaks-iraq-deaths-map">Guardian-Karte</a> zeigen dagegen den vollen Namen (blaue Balken von mir), weil er im Titelfeld steht &#8211; das scheint aber eher eine Ausnahme zu sein. Wikileaks zeigt nicht nur das Titelfeld, sondern den gesamten Eintrag, verstümmelt ihn dabei aber so sehr, dass sich der Inhalt manchmal kaum rekonstruieren lässt. </p>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/iwl-spiegel.gif" alt="Spiegel-Auszug aus US-Bericht zum Irakkrieg" width="393" height="267" class="alignnone size-full wp-image-3279" /><br />
<small>(Der Spiegel)</small></p>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/iwl-guardian.jpg" alt="Guardian-Karte zum Irakkrieg" width="356" height="331" class="alignnone size-full wp-image-3280" /><br />
<small>(The Guardian)</small></p>
<p>Ein weiteres Beispiel, diesmal mit Links: Bei <a href="http://warlogs.wikileaks.org/id/D79BD9C5-2BA3-4B5F-A2BA-10E779EACED1/">Wikileaks</a> lautet die Meldung kryptisch &#0187;ASSASSINATION OF __&#0171;. Baut man die Ziffern- und Zahlenkombination (ReportKey) und das Datum korrekt in die URL der Spiegel-Flashgrafik ein (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,710637,00.html#id=D79BD9C5-2BA3-4B5F-A2BA-10E779EACED1&#038;date=9.3.2005">#id=D79BD9C5-2BA3-4B5F-A2BA-10E779EACED1&#038;date=9.3.2005</a>), erfährt man, dass eine Übersetzerin umgebracht wurde. Womöglich ist es Nawal Mohammed, die in einem <a href="http://www.sptimes.com/2005/03/10/Worldandnation/Woman__kids_among_Ira.shtml">AP-Bericht von 2005</a> bereits namentlich erwähnt wurde.</p>
<p>Das führt auch schon zum letzten Punkt, den Sozialpsychologen <a href="http://www.kellogg.northwestern.edu/News_Articles/2010/loran-nordgren.aspx">Scope-Severity Paradox</a> nennen. Das Experiment: Ein fiktiver Finanzbetrüger hat drei Leute um ihr Geld gebracht &#8212; wie lange soll er dafür ins Gefängnis? Die Befragten schicken ihn im Mittel für 6,4 Jahre hinter Gitter. Wenn er zehn Mal mehr Leute um ihr Geld gebracht hat, sind es dagegen nur 5,5 Jahre. Das ist leider nicht nur in der Welt der Psychologie-Experimente so, sondern auch bei realen Schadenersatzprozessen. Wired bringt es <a href="http://www.wired.com/wiredscience/2010/09/scope-severity-paradox/">auf den Punkt</a>: &#0187;The More Victims, the Less Severe the Judgment&#0171;. </p>
<p>Wenn Menschen schon mit 30 Betrugsopfern überfordert sind, welche Bedeutung hat dann die Zahl 109.032 (Todesopfer im Irak)? Welche Bedeutung hat es, dass die Zahl der zivilen Opfer um 15.000 höher liegt als vorher gedacht? Vielleicht sind es ja eher gut gewählte Auszüge (wie <a href="http://www.guardian.co.uk/world/interactive/2010/aug/13/iraq-war-logs">A day in the life of the war</a> beim Guardian), die bei einem Leser einen bleibenderen Eindruck hinterlassen.</p>
<p><em>Nachtrag:</em> Weitere schöne Beispiele dafür, wie radikal Wikileaks die Warlogs säubert &#8212; zu den nicht angezeigten Wörtern gehören auch MICROSOFT und&#8230; IRAQ.</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<ul>
<li>onlinejournalismus.de: <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2010/10/22/die-irak-protokolle-von-wiki-leaks/">Die Irak-Protokolle von Wikileaks</a></li>
<li>netzpolitik.org: <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/momentum-fur-datenjournalismus-die-irak-protokolle/">Momentum für Datenjournalismus: Die Irak-Protokolle</a></li>
</ul>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/12/leck-geschlagen/" title="Leck geschlagen?">Leck geschlagen?</a> | Wikileaks-Verwirrung um Aftenposten. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2009/09/teure-kugeln/" title="Teure Kugeln">Teure Kugeln</a> | Guardian-Infografik zu britischen Staatsausgaben. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/01/chablisleaks/" title="Chablisleaks">Chablisleaks</a> | Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks. </li></ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#187;ICANN, übernehmen Sie!&#171; | Neue Spiegel-Titelstory mit altem Helden.</title>
		<link>http://www.wortfeld.de/2009/08/icann-ubernehmen-sie/</link>
		<comments>http://www.wortfeld.de/2009/08/icann-ubernehmen-sie/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 00:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[ICANN]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Neue Spiegel-Titelstory mit altem Helden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/spiegel3309.jpg" alt="Spiegel-Titel Netz ohne Gesetz – warum das Internet neue Regeln braucht" width="90" height="119" class="alignleft size-full wp-image-2779" />  Die Spiegel-Titelstory „Netz ohne Gesetz – warum das Internet <em>neue </em>Regeln braucht“ (anfangs <a href="http://service.spiegel.de/digas/servlet/epaper?Q=SP&#038;JG=2009&#038;AG=33&#038;SE=68">kostenpflichtig</a>, später <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/archiv/inhalt/inhalt.html?q=SP&#038;j=2009&#038;a=33">kostenfrei</a>) ist erfreulich differenziert, nennt ungelöste Probleme und stellt vor allem viele Fragen. Völlig überraschend und bizarr ist allerdings die Schlusspointe: Auf der letzten Seite bringen die fünf Autoren <a href="http://www.icann.org">ICANN</a> ins Spiel, die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, und konstruieren sie zum potenziellen Heilsbringer um. Ich dachte, wir hätten diese Zeiten hinter uns.</p>
<p>Auf ICANN kommt das Autorenquintett über das Thema Domainstreitigkeiten &#8212; angeblich der Nukleus einer „digitalen Verfassung“, die „auch ohne völkerrechtliche Anerkennung Geltung gewonnen“ habe. Ja, es gibt ein von ICANN beschlossenes internationales Schiedsverfahren namens <a href="http://www.icann.org/en/udrp/">UDRP</a> (Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy). Was es nicht gibt, ist das im Spiegel-Artikel erwähnte „Schiedsgremium der ICANN, eine Art Welt-Netzgericht“, denn ICANN entscheidet gar nicht selbst über solche Domainstreitigkeiten.</p>
<p>Es gibt derzeit vier <a href="http://www.icann.org/en/dndr/udrp/approved-providers.htm">Schiedsstellen</a>, bei denen man so ein Verfahren beantragen kann – und die mit den weitaus meisten Fällen ist diejenige der WIPO, der Weltorganisation für geistiges Eigentum. Die UDRP ist also kein klassisches Völkerrecht, wird aber von Institutionen des klassischen Völkerrechts mitgetragen und basiert indirekt auf internationalen Vereinbarungen: Die Richtlinie definiert nicht, was ein Warenzeichen ist, das ergibt sich aus nationalem und internationalem Recht. Und wer das UDRP-Verfahren vor der Schiedsstelle verliert, kann anschließend vor ein normales Gericht ziehen.</p>
<p>Kurz gefasst: Dieses Domain-Schiedsverfahren ist allerhöchstens Rechtsprechung ultralight. Wo kommt dann also dieses dramatische Zitat her, das der Spiegel ICANN unterschiebt? </p>
<blockquote><p>„Das Internet ist vor allem das Gerüst der globalen Kommunikation, und die Freiheit des Wortes sollte eine der Grundlagen des Internetrechts sein.“</p></blockquote>
<p>Womöglich haben die Spiegel-Autoren diesen Satz in einem sechs Jahre alten Text des Frankfurter Juraprofessors Gunther Teubner (<a href="http://www.jura.uni-frankfurt.de/ifawz1/teubner/dokumente/companynamesucks.pdf">PDF</a>) gefunden, aus dem auch die Gedanken zu „Lex digitalis“ und „Lex mercatoria“ stammen. Das Zitat steht in einer <a href="http://www.wipo.int/amc/en/domains/decisions/html/2000/d2000-0190.html">UDRP-Entscheidung</a> aus dem Jahr 2000, verfasst von einem Ein-Personen-Panel, besetzt mit einer amerikanischen Juristin, in einer Auseinandersetzung zwischen einem Amerikaner und der Firma Bridgestone Firestone. Dass sie dabei amerikanische Maßstäbe von Freedom of Speech anwendet, ist einigermaßen nachvollziehbar.</p>
<p>Aber an dieser Stelle wird aus dem Domainstreit zwischen einer Reifenfirma und einem unzufriedenen Ex-Mitarbeiter vor neun Jahren plötzlich ein genereller Lösungsansatz für Internet-Probleme &#8212; und die Spiegel-Autoren verlieren ein wenig die Bodenhaftung. Hier muss einmal der ganze Absatz zitiert werden: </p>
<blockquote><p>„Freiheit zuerst – keine staatliche Verfassung der Erde, nicht die Menschenrechte und kein göttliches Gesetz haben die Juristen von ICANN für diese Erkenntnis zitiert. Sie haben es einfach hingeschrieben. Weil irgendjemand ja entscheiden muss.“</p></blockquote>
<p>Es waren nicht die Juristen von ICANN, sondern eine einzelne Juristin der WIPO-Schiedsstelle, und im Vorfeld zitiert sie das US-Bundesbezirksgericht für das westliche New York und das für Zentral-Kalifornien, das US-Bundesberufungsgericht für den zweiten Bezirk und für den neunten Bezirk. (Es braucht auch nicht viel Fantasie, um zu erraten, <a href="http://www.archives.gov/exhibits/charters/bill_of_rights.html">woher</a> die amerikanischen Richter das mit der Redefreiheit wohl haben.) </p>
<p>Wer ernsthaft glaubt, ICANN könne möglicherweise „den internationalen Zirkus der von den Staaten angetriebenen Konsenssuche ersetzen“, hat noch nie an einer ICANN-Tagung teilgenommen. „Weltweit gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe“ klingt gut auf dem Papier, aber die Akteure im ICANN-Prozess haben extrem unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung. Das fängt schon mit den Flugtickets für den <a href="http://public.icann.org/meetingarchives">internationalen Wanderzirkus</a> ICANN an, der Ende Oktober in Seoul, Mitte März 2010 in Nairobi, im Juni in Europa und im Dezember in Südamerika tagt – wer nur über das Netz teilnimmt, kann weitaus weniger Einfluss nehmen. Vor allem aber sind die Staaten bei ICANN keineswegs außen vor: Sie sind <a href="http://gac.icann.org/">formell</a> und informell eingebunden und können, wenn sie es wollen, jede ICANN-Entscheidung auf einem der beiden Wege stoppen. Die US-Regierung hat über Verträge einen besonderen Trumpf, aber auch die Europäische Union, Australien oder Japan sind wichtige Spieler. </p>
<p>Die letzte Seite des Spiegel-Artikels ist ein merkwürdiger Flashback ins Jahr 2000, als nicht nur Spiegel Online im ICANN-Rausch war, Peter Glotz vom „regierten Cyberspace“ sprach und sich alle auf die Online-Wahl der ICANN-Direktoren stürzten. Im Jahr 2009 ist ICANN eines der Themen, bei denen selbst heise-Forenkommentatoren nicht mehr viel einfällt, die Online-Wahl ist längst wieder abgeschafft, die US-Regierung spielt ihre Sonderrolle weiterhin und für neue Domainendungen interessieren sich auch nicht mehr ganz so viele. </p>
<p>Nota bene: Ich will ICANN nicht schlechtreden, sondern im Gegenteil vor überzogenen Vorstellungen in Schutz nehmen. Dass das Domainnamensystem den Übergang vom Wissenschaftler-Internet zum globalen Netzwerk mit mehr als einer Milliarde Nutzern einigermaßen unbeschadet überstanden hat, ohne völlig auseinanderzufliegen, ist schon eine Leistung. Was für ein Wahnsinn ist da ein Plädoyer, ICANN binnen zwei Monaten in „eine supranationale unabhängige Instanz“ zu verwandeln und mit „weitreichenden Befugnissen und Mitteln“ auszustatten, ohne auch nur einmal über Legitimation und Kontrolle zu reden, von den genauen Aufgaben ganz zu schweigen. Über Internet Governance nachdenken: gern! Aber dann bitte gründlich.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/03/icann-fur-xxx/" title="ICANN für .xxx">ICANN für .xxx</a> | Ende eines jahrelangen Ringens? </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2009/06/generation-c64/" title="Generation C64">Generation C64</a> | Zweitverwertung bei Spiegel Classic? </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2009/04/offiziell-nur-beratend/" title="Offiziell nur beratend">Offiziell nur beratend</a> | Deutsches Statement zu ICANN, ITU &#038; Co. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Generation C64 | Zweitverwertung bei Spiegel Classic?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 20:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweitverwertung bei Spiegel Classic?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wortfeld.de/wp/media/generation-c64-big.jpg"><img border="0" src="http://www.wortfeld.de/wp/media/generation-c64.jpg" alt="Spiegel-Titelbild: Aufstand aus Digitalien &#8211; Generation C64" width="312" height="412" class="alignnone size-full wp-image-2545" /></a></p>
<p>Wäre <a title="Christian Stöcker: Streit um Internet-Filter &#8211; Die Generation C64 schlägt zurück" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,628017,00.html">dieser Artikel</a> nicht perfekt geeignet für einen <del>Retweet</del> Nachdruck auf Papier? Komplett mit weiteren Analysen, Gesprächen und natürlich einem halbseitigen Infokasten &#0187;Was ist eigentlich ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_64">C64</a>?&#0171; </p>
<p><small>(Obiges Titelbild ist leider nur eine Montage von Wortfeld mit einem <a href="http://www.flickr.com/photos/stephan_luckow/3459040997/">Foto von Stephan Luckow</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC-by</a>-Lizenz.)</small></p>
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		<title>Special Effects | Kleinere Parallelen.</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 10:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleinere Parallelen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spiegel 42/2007: &#0187;Deutsche Forschung &#8211; zurück zur Weltspitze&#0171;:<br />
<a href="http://service.spiegel.de/digas/servlet/epaper?Q=SP&#038;JG=2007&#038;AG=42&#038;SE=1&#038;AN=TITELBILDGROSS"><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/sp200742.jpg" alt="Reichstagskuppel hebt ab" height="119" width="122" /></a></p>
<p>Independence Day (1996): &#0187;The White House is toasted&#0171;:<br />
<a href="http://movies.yahoo.com/movie/1800022581/photo/537700"><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/id4-toasted.jpg" alt="Aliens zerstören Weißes Haus" height="52" width="122" /></a></p>
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		<title>Zwei Jahreszeiten | Reifenwechsel bei sueddeutsche.de.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2007 22:51:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Continental]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche]]></category>
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		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Reifenwechsel bei sueddeutsche.de.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schön, dass es im vergleichsweise jungen deutschen Onlinejournalismus schon echte Konstanten gibt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,k-5604,00.html">Winter</a> (Winterreifen-Spezial 2004, Spiegel Online)</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,k-6414,00.html">Sommer</a> (Sommerreifen-Spezial 2005, Spiegel Online)</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/auto/0,1518,k-6800,00.html">Winter</a> (Winterreifen-Spezial 2005, Spiegel Online)</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/automobil/special/5/70934/">Sommer</a> (Sommerreifen-Spezial 2006, sueddeutsche.de)</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/automobil/special/848/86762/">Winter</a> (Winterreifen-Spezial 2006, sueddeutsche.de)</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/automobil/special/528/107421/">Sommer</a> (Sommerreifen-Spezial 2007, sueddeutsche.de)</li>
</ul>
<p>Und die Continental-Grafik <a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,grossbild-532470-380921,00.html">Reifenaufbau</a> bei Spiegel Online findet sich auch im Artikel <a href="http://www.sueddeutsche.de/automobil/special/5/70934/1/index.html/automobil/artikel/978/70908/article.html">Reifenaufbau</a> bei sueddeutsche.de. Wurde ja jeweils von Continental <a href="http://www.sueddeutsche.de/automobil/special/528/107421/5/index.html/automobil/bildstrecke/990/105885/p0/article.html?img=4.2"><em>präsentiert</em></a>.</p>
<p><small>(Irgendwie via Fabian Mohr, <a href="http://goa2003.onlinejournalismus.de/logbuch/index.php?action=fullnews&amp;showcomments=1&amp;id=476">März 2005</a>.)</small></p>
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		<title>Unsterblich | Magazine im Osterrausch.</title>
		<link>http://www.wortfeld.de/2007/04/unsterblich/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2007 00:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Focus]]></category>
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		<category><![CDATA[Stern]]></category>

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		<description><![CDATA[Magazine im Osterrausch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/osterrausch.jpg" alt="Michelangelos Erschaffung Adams mit Spiegel-, Stern- und Focus-Cover" height="266" width="400" /></p>
<p>Spiegel: Was vom Menschen bleibt &#8211; Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele<br />
Stern: Auf dem Weg zu dir selbst &#8211; Pilgern<br />
Focus: Papst Benedikt XVI. &#8211; Das Jesus-Buch</p>
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		<title>Fluchtpunkt | Über Stadtansichten im Saul-Steinberg-Stil.</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2007 18:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Stadtansichten im Saul-Steinberg-Stil.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Februar 2004 erschien in der Macwelt ein dreiseitiges <a href="http://www.oweiss.com/articles/tutorial_new-yorker_d.htm">Tutorial von Oliver Weiss</a>, wie man in zehn Schritten mit Bleistift und Photoshop eine Variante von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Saul_Steinberg">Saul Steinbergs</a> berühmtem New-Yorker-Titelbild <a href="http://www.cartoonbank.com//Steinberg/prints_steinberg_0376.asp">View of the World from 9th Avenue</a> erstellen kann. Am Beispiel Berlins. Aus der Macwelt von damals:</p>
<blockquote><p> Denn <a href="http://www.kunst-fuer-alle.de/deutsch/kunst/kuenstler/kunstdruck/steinberg+(nach)/4812/1/36876/der+duesseldorfer/">jeder</a> <a href="http://www.flickr.com/photos/alarga/406976438/">bessere</a> <a href="http://www.poster.de/Bjernkes-K/Bjernkes-K-The-Muenchener-gross-2400309.html">Poster</a><a href="http://stores.ebay.de/Poster-Paradies_Landschaft">laden</a> vertreibt längst seine eigene Version von Steinbergs verschmitztem Blick auf die eigene Stadt, die augenzwinkernd als Nabel und Angelpunkt der restlichen Welt karikiert wird.</p></blockquote>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/nyspiegel.jpg" alt="New-Yorker- und Spiegel-Titelbild" class="alignright" height="146" width="119" /> Bei der Gestaltung des <a href="http://service.spiegel.de/digas/servlet/epaper?Q=SP&amp;JG=2007&amp;AG=12&amp;SE=1&amp;AN=TITELBILDGROSS">Spiegel-Titelbildes</a> (Berlin &#8211; Comeback einer Weltstadt) kam nun &#0187;gleich die erste Idee&#0171; zum Tragen, heißt es im Werbevideo. Richtig geraten: Ein verschmitzter Blick auf die Stadt Berlin, die augenzwinkernd als Nabel und Angelpunkt der restlichen Welt karikiert wird. Immerhin kommt der Name Saul Steinberg im Editorial vor &#8211; zusammen mit Preis und Bestelladresse des Titelbild-Posters.</p>
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		<title>In der Luft | Spiegel-Titelthema SecondLife.</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Feb 2007 17:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Second Life]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiegel-Titelthema SecondLife.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt habe ich extra das bereits deinstallierte SecondLife reinstalliert, um zu schauen, was sich hinter diesen Koordinaten auf dem Spiegel-Titel verbirgt. (Via <a href="http://medienlese.com/2007/02/17/spiegel-titel-ueber-second-life-der-digitale-maskenball/">Medienlese</a>.)</p>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/slspiegel.jpg" alt="Eldorado 108, 154, 108 &#8211; Novelty World Flying Emporium" height="126" width="353" /><br />
Das neue Spiegel-Außenbüro &#0187;Virtuelle Welten&#0171;? Stefan Austs persönliche digitale Grotte, oder zumindest die von <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/0,1518,k-7068,00.html">SpOn-Reporter Sponto</a>?</p>
<p>Resultat: &#0187;Novelty World Flying Emporium&#0171; ist ein sehr secondlifish klingender, aber wohl ausgedachter Name. Und unter den angegebenen Koordinaten war nichts Spannendes zu entdecken, zumal die Z-Koordinate 108 bedeutet, dass man sich irgendwo in der angeblichen Luft befindet.</p>
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		<title>Wachstumskurs | Neuer Videoplayer bei Spiegel Online.</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 16:50:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Videos]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuer Videoplayer bei Spiegel Online.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spiegel Online rüstet noch einmal in Sachen Bewegtbild auf: &#0187;Mehr Videos, mehr TV-Reportagen, neuer Player&#0171;, lautet <a href="http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,463490,00.html">das Versprechen</a> aus Hamburg. Die Quellen der neuen Bilderflut sind wie bisher Spiegel TV, Reuters und die beiden eigenen Videoreporter. Der neue Player ist zugleich ein Größensprung: Bei der BBC laufen <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/video_and_audio/default.stm">Videos</a> in einer Größe von 210&#215;142 Pixel (Breitband für Briten: 400&#215;225), die <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/3/0,4070,1200003-1,00.html">ZDF-Mediathek</a> bietet 320&#215;240, <a href="http://www.focus.de/videos">Focus Online</a> und <a href="http://www6.tagesschau.de/sendungen/0,,,00.html">tagesschau.de</a> jeweils etwa 380&#215;290. Und jetzt das:</p>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/images/sponvideo.gif" style="width: 386px; height: 246px" alt="Spiegel-Online-Videoplayer mit 420x285 px" /></p>
<p>Die nächste, vom Spiegel-Online-Chef bei onlinejournalismus.de bereits angekündigte Stufe: <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2007/01/04/blumencron-spiegel-online-trends-2007">Vollbild-Videos</a> in TV-Qualität oder besser.</p>
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