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	<title>Wortfeld &#187; Medien</title>
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	<description>Das Weblog von Alexander Svensson über Medien, Netzpolitik et cetera.</description>
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		<title>Die Normalo-Leser | News of the World und Lesertypologien.</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 22:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demographie]]></category>
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		<category><![CDATA[News of the World]]></category>

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		<description><![CDATA[News of the World und Lesertypologien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der News of the World <em>(good riddance!)</em> ist ja nicht nur eine gedruckte Sonntagszeitung verschwunden, sondern auch eine Website. Die Marktforscher von Experian Hitwise <a href="http://weblogs.hitwise.com/robin-goad/2011/07/where_will_readers_go_with_no.html">haben sich angeschaut</a>, wer denn eigentlich die Besucher von newsoftheworld.co.uk waren und zu welchem Konkurrenzangebot sie möglicherweise wechseln.</p>
<p><a title="Klick zum Vergrößern" href="http://weblogs.hitwise.com/robin-goad/NOTW%20spider%20diagram.png"><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/hitwise-notw.gif" alt="Hitwise-Netzdiagramm" width="200" height="171" class="alignnone size-full wp-image-3631" /></a></p>
<p>Das Netzdiagramm unten <a href="http://weblogs.hitwise.com/robin-goad/2011/07/where_will_readers_go_with_no.html">im Hitwise-Blogeintrag</a> ist nicht ganz einfach zu verstehen &#8212; es zeigt an, welche Gruppen über- und welche unterrepräsentiert sind. Ein Lesebeispiel: Ganz oben liegt die blaue Linie bei knapp unter 130 Prozent. Das bedeutet, die Gruppe namens &#0187;Alpha Territory&#0171; ist bei den Onlinenutzern von dailymail.co.uk (blau) deutlich stärker vertreten als ihr Bevölkerungsanteil. Ist eine soziodemografische Gruppe weder über- noch unterrepräsentiert, liegt der Wert bei 100 Prozent.</p>
<p>&#0187;Alpha Territory&#0171;? In Deutschland sind die <a href="http://www.sinus-institut.de/loesungen/sinus-milieus.html">Sinus-Milieus</a> einigermaßen bekannt, die Medienforscher arbeiten unter anderem mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MedienNutzerTypologie">MedienNutzerTypologie</a>. Um Leute solchen Typologien zuzuordnen, muss man etwas über sie persönlich erfahren, ihre Werte, Ziele, Interessen und Aktivitäten. Das kann man sich aber auch einfacher machen &#8212; und das tun beispielsweise Kreditkartenfirmen: mit Geodemographie. Ich weiß vielleicht nicht, wer da eine Kreditkarte haben will, aber ich weiß, wo er wohnt. Postleitzahl HP18 0SB ist vertrauenswürdig, Postleitzahl E9 6EA eher nicht.</p>
<p>Eine dieser Klassifikationen nennt sich <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/ACORN_(demographics)">ACORN</a>, und die Typologien heißen so langweilig wie die deutschen &#8212; &#0187;well-off working families with mortgages&#0171; zum Beispiel. Ein neueres Konkurrenzsystem heißt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mosaic_(geodemography)">Mosaic</a> und wurde vom selben Menschen entwickelt, die Schubladen haben aber originellere Namen (<a href="http://www.experian.co.uk/assets/business-strategies/brochures/Mosaic_UK_2009_brochure.pdf">PDF-Broschüre</a>). &#0187;Active Retirement: Bungalow Quietude&#0171;, &#0187;Careers and Kids: Soccer Dads and Mums&#0171; oder &#0187;Claimant Cultures: Worn-Out Workers&#0171; sind ziemlich anschaulich. Es gibt in der Gruppe &#0187;Liberal Opinions&#0171; auch den Typ &#0187;Bright Young Things&#0171;. Wer möchte das nicht sein?</p>
<p>(Wer wissen will, warum es schrecklich sein kann, in &#0187;Happy Families: Families Making Good&#0171; zu landen, kann einen <a href="http://www.guardian.co.uk/money/2005/jul/16/creditcards.debt">langen Guardian-Artikel</a> über Kreditkarten-Schulden lesen.)</p>
<p>Um endlich zur News of the World zurückzukommen: Experian setzt sein Mosaic-System auch ein, um Internetnutzer einzusortieren. Und wer sind sie nun, die Onlineleser der News of the World? Etwas überdurchschnittlich junge Familien (&#0187;New Homemakers&#0171;), ein bisschen unterdurchschnittlich ländlich Abgeschiedene, ansonsten: fast durchgehend der Durchschnitt.</p>
<p>Dass die gedruckte News of the World kein bloßes Schundblatt der <em>working class</em> war, zeigen andere Studien. Zeitungsleser werden nämlich seit Jahrzehnten nach der sozialen Schicht des Hauptverdieners <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/NRS_social_grade">eingestuft</a>, von A über B, C1, C2 und D bis E. Begehrt sind vor allem die ABC1-Leser, also die obere bis untere Mittelschicht: weniger begehrt ist C2DE. In der letzten <a href="http://www.nrs.co.uk/toplinereadership.html">Leserstudie</a> (April 2010-März 2011) erreichte News of the World 2,9 Millionen ABC1-Leser, dazu noch einmal 4,5 Millionen C2DE-Leser. Die News of the World erreichte also jeden Sonntag mehr ABC1-Leser als Sunday Telegraph, Observer und Independent on Sunday zusammen, wie der Observer etwas deprimiert <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2011/jun/12/abc-circulation-figures-national-readership-survey">ausgerechnet hat</a>.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2007/06/schwarzweissmalerei/" title="Schwarzweißmalerei">Schwarzweißmalerei</a> | Blair über die Entwicklung der Medien. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2006/07/ende_der_wahlnacht/" title="Ende der Wahlnacht?">Ende der Wahlnacht?</a> | Britische Reformpläne. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2006/03/austrocknende_kanaele/" title="Austrocknende Kanäle?">Austrocknende Kanäle?</a> | Wie die BBC die Zukunft des Fernsehens sieht. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Chablisleaks | Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks.</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 08:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/screenshot_gu_front.jpg" alt="Guardian-Titelentwurf mit der Schlagzeile: Revealed: All the Things. A dramatic headline, 2 decks" width="494" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3466" /><br />
<small>Guardian-Titelseitenentwurf, damals noch ohne Schlagzeile (<a href="http://www.guardian.co.uk/media/video/2011/jan/31/wikileaks-julian-assange-book">Video-Screenshot</a>)</small></p>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/media/2011/jan/28/wikileaks-julian-assange-alan-rusbridger">Die Geschichte beginnt</a> beim Guardian-Herausgeber Alan Rusbridger:</p>
<blockquote><p>Back in the days when almost no one had heard about WikiLeaks, regular emails started arriving in my inbox from someone called Julian Assange. It was a memorable kind of name. </p></blockquote>
<p><a href="http://www.nytimes.com/2011/01/30/magazine/30Wikileaks-t.html?_r=1&#038;hpw">Sie geht weiter</a> mit dem New-York-Times-Herausgeber Bill Keller:</p>
<blockquote><p>This past June, Alan Rusbridger, the editor of The Guardian, phoned me and asked, mysteriously, whether I had any idea how to arrange a secure communication. </p></blockquote>
<p>Für den Spiegel haben Marcel Rosenbach und Holger Stark <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,741992-2,00.html">ihre Sicht aufgeschrieben</a>:</p>
<blockquote><p>[Assange] möchte dieses Mal nicht in der ersten Reihe stehen, es soll keine Pressekonferenz und keine Erstveröffentlichung des Materials bei WikiLeaks geben. [...] &#0187;Wir können nicht den ganzen Druck abbekommen, das geht diesmal nicht, dafür ist das Material zu dramatisch&#0171;, sagt er.</p></blockquote>
<p>Guardian, Times und Spiegel haben am Ende sichtlich gern zusammengearbeitet, wenn man den drei Berichten glauben darf, aber die Zusammenarbeit mit Julian Assange scheint einige Nerven und einige Flaschen Weiß- und Rotwein gekostet zu haben. Ein Grund für diese Artikel ist natürlich, dass jetzt die Bücher zur Geschichte erscheinen: <a href="http://www.nytimes.com/opensecrets/">Open Secrets</a> von der New York Times, <a href="http://www.guardianbookshop.co.uk/BerteShopWeb/viewProduct.do?ISBN=9780852652398">WikiLeaks: Inside Julian Assange&#8217;s war on secrecy</a> von zwei Guardian-Journalisten, <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?mid=1&#038;serviceAvailable=true&#038;showpdf=false&#038;edi=372750#tabbox">Staatsfeind WikiLeaks</a> aus dem Hause Spiegel. Ein anderer ist mit Sicherheit, dass ja auch Julian Assange seine Sicht der Ereignisse <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2010/dec/26/julian-assange-book-deals">aufschreibt</a> &#8212; mal sehen, wie die beteiligten Medienhäuser ihrerseits dabei wegkommen.</p>
<p><em>Nachtrag:</em> In wenigen Tagen kommt auch <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/econ/buch.php?id=17737">Inside WikiLeaks</a> auf den Markt, ein Buch des Wikileaks-Aussteigers und <a href="http://openleaks.net/">Openleaks</a>-Initiators Daniel Domscheit-Berg. (Danke, <a href="http://notes.computernotizen.de/">Torsten</a>!)</p>
<p><em>Und noch ein Nachtrag:</em> Julian Assange <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2011/jan/30/julian-assange-interview">spricht</a> von einem &#0187;mad scramble to get books out that self-justify their roles in all this&#0171; &#8212; und der Guardian macht die Bücherflut zu Wikileaks nun auch <a href="http://www.guardian.co.uk/books/booksblog/2011/feb/02/books-make-sense-of-wikileaks">zum Thema</a>.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/12/verrat-und-kalkul/" title="Verrat und Kalkül">Verrat und Kalkül</a> | Von Wikileaks zu West Wing. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/10/immunsystem/" title="Immunsystem">Immunsystem</a> | Jon Stewarts Schlussrede. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2007/06/schwarzweissmalerei/" title="Schwarzweißmalerei">Schwarzweißmalerei</a> | Blair über die Entwicklung der Medien. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Immunsystem | Jon Stewarts Schlussrede.</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 21:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jon Stewart]]></category>
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		<description><![CDATA[Jon Stewarts Schlussrede.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style='font:11px arial; color:#333; background-color:#f5f5f5' cellpadding='0' cellspacing='0' width='470' height='353'>
<tbody>
<tr style='background-color:#e5e5e5' valign='middle'></tr>
<tr valign='middle'>
<td style='padding:0px;' colspan='2'><embed style='display:block' src='http://media.mtvnservices.com/mgid:cms:item:comedycentral.com:363864' width='470' height='301' type='application/x-shockwave-flash' wmode='window' allowFullscreen='true' flashvars='autoPlay=false' allowscriptaccess='always' allownetworking='all' bgcolor='#000000'></embed></td>
</tr>
<tr style='height:18px;' valign='middle'>
<td style='padding:0px;' colspan='2'>
<table style='margin:0px; text-align:center' cellpadding='0' cellspacing='0' width='100%' height='100%'>
<tr valign='middle'>
<td style='padding:3px; width:33%;'><a target='_blank' style='font:10px arial; color:#333; text-decoration:none;' href='http://www.rallytorestoresanityandorfear.com/'>Rally to Restore Sainty and/or Fear</a></td>
<td style='padding:3px; width:33%;'><a target='_blank' style='font:10px arial; color:#333; text-decoration:none;' href='http://www.thedailyshow.com/'>The Daily Show</a></td>
<td style='padding:3px; width:33%;'><a target='_blank' style='font:10px arial; color:#333; text-decoration:none;' href='http://www.colbertnation.com/'>The Colbert Report</a></td>
</tr>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="http://www.reddit.com/r/reddit.com/comments/dysci/jon_stewart_thank_you_for_your_serious_comments/c13xzpy">Zum Nachlesen</a></p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/umetikettiert/" title="Umetikettiert">Umetikettiert</a> | Verfahrenstricks beim US-Schuldenstreit. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/01/chablisleaks/" title="Chablisleaks">Chablisleaks</a> | Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/12/verrat-und-kalkul/" title="Verrat und Kalkül">Verrat und Kalkül</a> | Von Wikileaks zu West Wing. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Mehr Zugang | Jeff Jarvis auf der next09.</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 14:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[next09]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeff Jarvis auf der next09.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><script type="text/javascript" src="http://next.sevenload.com/api/embed?v=5EWnlbV"></script></p>
<p>So viel Überraschendes hat Jeff Jarvis in seinem Eröffnungsvortrag der next09 gar nicht gesagt, wenn man ihm und seinen Seelenverwandten schon eine Weile zugehört hat. Seine Tour-Präsentation, in der er die Erkenntnisse aus &#0187;What Would Google Do?&#0171; zusammenfasst, hat mehr Tiefe als die Powerpoint-Gliederung erahnen lässt, und Jarvis ist ein erfahrener, humorvoller Redner.</p>
<div id="__ss_1008145" style="width: 425px; text-align: left;"><a href="http://www.slideshare.net/jeffjarvis/wwgd-the-powerpoint?type=powerpoint">WWGD? &#8211; The PowerPoint</a><object width="425" height="355" data="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=wwgdmasterppt-1234196881777706-1&amp;stripped_title=wwgd-the-powerpoint" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=wwgdmasterppt-1234196881777706-1&amp;stripped_title=wwgd-the-powerpoint" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></div>
<p>Im Gespräch mit dem Publikum kommt die Rede am Ende auf die Zukunft der Medien, und da ist Jarvis zumindest ein bisscher optimistischer <a href="http://www.wortfeld.de/2009/03/das-undenkbare/">als Clay Shirky</a>. Er glaubt, er hofft, dass es eine Nachfrage nach Nachrichten geben wird, dass es ein Gemisch geben wird, in dem auch öffentlich mitfinanzierte Journalisten und Freiwillige ihre Rolle spielen.</p>
<p>Und in einem hat er absolut recht: Selbst wer nicht das Ende der Medien <em>as we know it</em> kommen sieht, sollte sich darum kümmern, dass die Chancen für öffentliche Kontrolle politischen Handelns wachsen. <strong>&#0187;Demand that government data is searchable and linkable&#0171;, sagt Jarvis.</strong> In die Praxis übersetzt heißt das aus meiner Sicht vernünftige Schnittstellen, offene Formate, viel mehr zugängliche Daten, Online-Sitzungsprotokolle und Sitzungs-Livestreams von allen möglichen öffentlichen Gremien &#8212; nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in Ländern und Kommunen. Wer die Forensoftware ächzen sieht, die der Bundestag als <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">E-Petitionsplattform</a> missbraucht, weiß: Leicht wird das nicht.</p>
<p>Mehr Jeff Jarvis:<br />
Blog <a href="http://www.buzzmachine.com/">Buzzmachine</a><br />
Podcast <a href="http://www.guardian.co.uk/media/series/media-talk-usa">Guardian Media Talk USA</a><br />
Artikel in der <a href="http://www.huffingtonpost.com/jeff-jarvis">Huffington Post</a><br />
Artikel im <a href="http://www.guardian.co.uk/profile/jeffjarvis">Guardian</a><br />
Interview bei <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,622944,00.html">Spiegel Online</a><br />
Interview bei <a href="http://www.wiwo.de/technik/ich-bin-ein-heuchler-395052/">WiWo.de</a><br />
Video-Interview bei <a href="http://www.zeit.de/video/player?videoID=20090506186389">Zeit Online</a><br />
Video-Interview bei <a href="http://www.techcrunch.com/2009/05/06/next09-video-interview-what-would-jeff-jarvis-do/">TechCrunch</a></p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2009/05/tag-zwei/" title="Tag zwei">Tag zwei</a> | Eindrücke von den Panels auf der next09. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2009/05/whats-next/" title="What&#8217;s next?">What&#8217;s next?</a> | Vor der next conference in Hamburg. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/die-normalo-leser/" title="Die Normalo-Leser">Die Normalo-Leser</a> | News of the World und Lesertypologien. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Ohne Poster | Winnenden: Medienkritik von fünf Opferfamilien.</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 12:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Winnenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Winnenden: Medienkritik von fünf Opferfamilien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,614664,00.html">Spiegel-Online-Meldung</a> unter der Überschrift &#0187;Opferfamilien aus Winnenden verlangen Killerspiel-Verbot&#0171; fehlt ein Aspekt aus dem <a href="http://www.winnender-zeitung.de/indexWI.php?ZVWID=a27349b50405a111f7b9934b9def9804&#038;kat=347&#038;artikel=82">offenen Brief</a> der Familien von fünf getöteten Schülerinnen: </p>
<blockquote><p>&#0187;Wir wollen, dass der Name des Amokläufers nicht mehr genannt und seine Bilder nicht mehr gezeigt werden. Am aktuellen Beispiel von Winnenden zeigt sich, dass die derzeitige Berichterstattung durch unsere Medien nicht dazu geeignet ist, zukünftige Gewalttaten zu verhindern. Auf nahezu jeder Titelseite finden wir Namen und Bild des Attentäters. Diese werden Einzug finden in unzählige Chatrooms und Internet-Foren. Eine Heroisierung des Täters ist die Folge. Bei Gewaltexzessen wie in Winnenden müssen die Medien dazu verpflichtet werden, den Täter zu anonymisieren. Dies ist eine zentrale Komponente zur Verhinderung von Nachahmungstaten.&#0171;</p></blockquote>
<p>Ich weiß nicht, ob es nur ein technischer Fehler oder tatsächlich Absicht ist, aber der Spiegel sieht zumindest davon ab, das Titelbild der Ausgabe 12/2009 wie sonst üblich als 32-mal-42-Zentimeter-Poster auf seidenglänzendem Papier für 12,95 Euro <a href="http://service.spiegel.de/digas/servlet/epaper?Q=SP&#038;AN=TITELGALERIE">anzubieten</a>.</p>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/spiegel122009.jpg" alt="Spiegel 12/2009" title="Spiegel 12/2009 -- Täterfoto von Wortfeld verpixelt" width="125" height="165" class="alignnone size-full wp-image-2214" /><br />
<small>&#0187;Die SPIEGEL-Titelbilder repräsentieren eine eigene Erzählkultur sowohl der Inhalte als auch der Darstellungsästhetik.&#0171; (Täterfoto von Wortfeld verpixelt)</small></p>
<p>Den Namen des Täters anonym zu halten, halte ich allerdings für eine Utopie. Da sind erstens ausländische Medien, bei denen die volle Namensnennung der Standard ist und die nicht an deutsches Recht zu binden sind. Da ist zweitens das Internet, in dem viele eine Anonymisierung als Herausforderung ansehen und den Namen herausfinden und verbreiten würden. Und da ist drittens der Täter, der seine Heroisierung dann eben gründlicher etwa im Netz vorbereiten wird, wie schon bei anderen Amokläufen geschehen.</p>
<p><em>Nachtrag:</em> Das taz-Blog Reptilienfonds hat es <a href="http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2009/03/21/der_spiegel_und_die_opfer_von_winnenden/">auch bemerkt</a>, Spiegel Online hat den Artikel ergänzt.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/die-normalo-leser/" title="Die Normalo-Leser">Die Normalo-Leser</a> | News of the World und Lesertypologien. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/01/chablisleaks/" title="Chablisleaks">Chablisleaks</a> | Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/10/immunsystem/" title="Immunsystem">Immunsystem</a> | Jon Stewarts Schlussrede. </li></ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Undenkbare | Clay Shirky über die Zukunft der Zeitungen.</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 20:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Printmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wortfeld.de/?p=2146</guid>
		<description><![CDATA[Clay Shirky über die Zukunft der Zeitungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#0187;In Revolutionen kehrt sich die Wahrnehmung auf merkwürdige Weise um. Im Normalfall sieht man diejenigen, die lediglich die Welt um sie herum schildern, als Pragmatiker, während diejenigen mit märchenhaften Vorstellungen einer alternativen Zukunft als Radikale gelten. Die letzten Jahrzehnte waren allerdings nicht der Normalfall. Bei den Zeitungen waren es die Pragmatiker, die einfach aus dem Fenster schauten und bemerkten, dass die reale Welt zunehmend dem undenkbaren Szenario glich. Behandelt wurden diese Leute wie Irre. Wer dagegen Traumbilder vom Erfolg abgeschotteter Systeme (Walled Gardens) und begeisterter Micropayment-Nutzung malte, für die es keine reale Basis gab, wurde nicht als Scharlatan betrachtet, sondern als Retter.&#0171;</p></blockquote>
<p>Clay Shirkys <a href="http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/">Essay über die Zukunft der Zeitungen</a> hilft keinem Printmedienmenschen aus der Krise, der sich selbst als einen Printmedienmenschen sieht. Shirky ist nicht einmal besonders optimistisch, dass es für die gedruckte Zeitung bald ein funktionales Äquivalent geben wird, einen tröstenden Ersatz. So sei das eben in echten Revolutionen, schreibt er trocken: &#0187;Das alte Zeugs geht schneller kaputt als das neue Zeugs an die Stelle tritt.&#0171; Unbedingt lesenswert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2157" alt="Die Krise" src="http://www.wortfeld.de/wp/media/diekrise.jpg" width="445" height="177" /></p>
<p>Ein paar Reaktionen: <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/03/14/no-jan-20-for-newspapers/">Jeff Jarvis warnt</a>, dass die Zeitungen nicht die letzte Branche sein werden, die es trifft. <a href="http://www.boingboing.net/2009/03/14/shirky-what-will-rep.html">Cory Doctorow</a> sieht Parallelen zu denen, die ihr Produkt mit  Rechtebeschränkungen und Anwälten schützen wollen. <a href="http://radar.oreilly.com/2009/03/clay-shirkys-newspapers-and-thinking-the-unthinkable.html">Tim O&#8217;Reilly meint</a>, dass die &#8212; bislang &#8212; von Zeitungen erfüllten wichtigen Bedürfnisse nicht verschwinden und setzt auf neue Institutionen. Wer trotz Shirky noch an Micropayment glaubt, findet mehr dazu, auch von Shirky, <a href="http://freakonomics.blogs.nytimes.com/2009/02/18/blnk/">im Freakonomics-Blog</a>.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2009/01/zeitungsstudie-3/" title="Zeitungsstudie 3">Zeitungsstudie 3</a> | Die deutschen Tageszeitungen im Netz 2008. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2007/11/zeitungsstudie_2/" title="Zeitungsstudie 2">Zeitungsstudie 2</a> | Die deutschen Tageszeitungen und das Netz. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2007/08/quid_pro_quo/" title="Quid pro quo">Quid pro quo</a> | Die Dialogtour des Wirtschaftsministeriums. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Stille Post | Von Slashdot zu Turi in vier Schritten.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 06:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Weblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Slashdot zu Turi in vier Schritten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Schritt eins:</em><br />
<a href="http://news.slashdot.org/article.pl?sid=08/08/09/2231231">Bei Slashdot</a> stellt ein Nutzer die Frage, ob NBC bei der Übertragung der Olympia-Eröffnungsfeier die Reihenfolge der Mannschaften verändert hat. Zumindest im Online-Video sei die US-Mannschaft viel später zu sehen als nach der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2008_Summer_Olympics_national_flag_bearers#List">tatsächlichen Reihenfolge</a>. Binnen einer Stunde haben Slashdot-Leser recherchiert (und in den Kommentaren <a href="http://news.slashdot.org/comments.pl?sid=641187&#038;cid=24540985">geschrieben</a>), dass die Online-Version durcheinandergeraten ist, die im Fernsehen gesendete Reihenfolge aber stimmt.</p>
<p><em>Schritt zwei:</em><br />
<a href="http://technorati.com/search/http%3A%2F%2Fnews.slashdot.org%2Farticle.pl%3Fsid%3D08%2F08%2F09%2F2231231">Einzelne Blogger</a> greifen den Slashdot-Artikel auf.</p>
<p><em>Schritt drei:</em><br />
<a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,571129,00.html">Spiegel Online</a> schreibt am Rande eines Artikels über chinesische TV-Manipulationen auch über Vorwürfe gegen NBC: &#0187;Die Ankunft des amerikanischen Teams sei nach hinten geschnitten worden, um die Zuschauer am Bildschirm zu halten, behaupten Blogger im Internet.&#0171;</p>
<p><em>Schritt vier:</em><br />
<a href="http://turi-2.blog.de/2008/08/11/heute2-olympia-zdf-sat-4569694">turi2.de</a> beruft sich auf den Spiegel-Online-Autoren, der sich auf Blogger beruft, die sich auf Slashdot beziehen, und spitzt alles noch ein wenig zu:</p>
<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/turi2olympia.gif" alt="" title="China und USA manipulieren die Übertragung der Eröffnungsfeier." width="450" height="53" class="alignnone size-full wp-image-1483" /></p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2006/05/unglaublicher_schrott/" title="Unglaublicher Schrott">Unglaublicher Schrott</a> | Die Diskussion um den nr-Medienkodex geht weiter. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2006/02/ein_praeambelproblem/" title="Ein Präambelproblem">Ein Präambelproblem</a> | Blogs und der Medienkodex des Netzwerks Recherche. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/die-normalo-leser/" title="Die Normalo-Leser">Die Normalo-Leser</a> | News of the World und Lesertypologien. </li></ul>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Medien/Museen | Zu Besuch in New York.</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 21:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Besuch in New York.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wortfeld.de/wp/media/medienmuseen.gif" alt="Design for the Elastic Mind, Museum of the Moving Image, Paley Center for Media" height="139" width="534" /></p>
<p>Farb-Barcodes, Google-Maps-Mashups, Rapid Prototyping &#8212; ganz offensichtlich hat jemand im Vorfeld das <a href="http://www.moma.org">Museum of Modern Art</a> informiert, dass ich New York besuchen würde. Die Ausstellung <a href="http://www.moma.org/exhibitions/exhibitions.php?id=5632">Design for the Elastic Mind</a> zeigt noch bis zum 12. Mai, wie sich technischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel in Design niederschlägt und von Designern aufgenommen wird. Ein schöner Satz aus dem Katalog: &#0187;One of design&#8217;s most fundamental tasks is to stand between revolutions and life, and to help people deal with change.&#0171; Glücklicherweise gibt es nicht nur die Ausstellung selbst, sondern auch <a href="http://www.moma.org/exhibitions/2008/elasticmind/">eine umfangreiche Website</a> und <a href="http://media.moma.org/audio/audioPopup.html?folder=http://media.moma.org/audio/2008/spec_exhib/DesignEM/files">eine exzellente Online-Audio-Tour</a>. (Wenn jemand deutsche Museen kennt, die ihre Veranstaltungen und Schauen in ähnlicher Weise begleiten: bitte schnell <a href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=648&amp;no_cache=1">für Grimme vorschlagen!</a>).</p>
<p>Ein paar meiner Favoriten in der Ausstellung:</p>
<ul>
<li>Im <a href="http://www.arch.columbia.edu/SIDL">Spatial Information Design Lab</a> der Columbia University ist das Projekt Million Dollar Blocks entstanden. <a href="http://moma.org/exhibitions/2008/elasticmind/#/14">Im MoMA zu sehen</a> ist unter anderem eine Karte mit 17 benachbarten Wohnblöcken in Brownsville, Brooklyn. 109 ihrer Bewohner sitzen im Gefängnis, was den Bundesstaat New York jedes Jahr 17 Millionen Dollar kostet. Naheliegende Frage: Was könnte man mit diesem Geld dort ändern?</li>
<li>W. Bradford Paleys schon ein paar Jahre altes Programm <a href="http://textarc.org">TextArc</a> analysiert Texte, etwa den von &#0187;Alice im Wunderland&#0171;, <a href="http://moma.org/exhibitions/2008/elasticmind/#/266">auf grafische Weise</a>. Alle Wörter, die mehrmals vorkommen, werden in einem Kreis angeordnet. Dabei sind nicht nur (wie bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlagwortwolke">Schlagwort-Wolken</a>) häufiger auftauchende Wörter größer als andere, die Wörter sind auch dort positioniert, wo sie im Text am häufigsten auftauchen. Dazu zeichnet TextArc die Querverbindungen der Wörter untereinander. (Im Netz ist auch ein TextArc für Shakespeares Hamlet <a href="http://textarc.org/Hamlet.html">zu finden</a>.)</li>
<li>History Flow <a href="http://www.research.ibm.com/visual/projects/history_flow/gallery.htm">visualisiert Bearbeitungsmuster</a> von Wikipedia-Einträgen: Wachstum, Vandalismus, Hin- und Her-Editiererei &#8212; was alles so passiert, wenn Nutzer zusammenarbeiten.</li>
<li>Ben Frys Human vs. Chimps zeigt, wie sich das FOXP2-Gen &#8212; wichtig für die Entwicklung der Sprachfähigkeiten &#8212; zwischen Schimpansen und Menschen <a href="http://moma.org/exhibitions/2008/elasticmind/#/113">unterscheidet</a> (nämlich kaum).</li>
</ul>
<p>Zwei weitere, ganz unterschiedliche Museen lohnen sich ebenfalls für besonders medieninteressierte New-York-Besucher. Das <a href="http://www.movingimage.us/">Museum of the Moving Image</a> in Queens ist, anders als die eigene Website behauptet, derzeit nicht geschlossen &#8212; aber vorher nachzufragen ist sicher keine schlechte Idee. Die Hauptausstellung Behind the Screen zeigt Film, Fernsehen und Videospiele vor allem anhand von Gegenständen und kleinen Experimenten: Wie wirken die außerirdischen Raumschiffe aus Independence Day, wenn statt des eigentlichen Soundtracks Musik von Rammstein oder Gustav Holst gespielt wird? Wie sieht eine Baseball-Live-Übertragung für einen Bildmischer aus?</p>
<p>Ohne Gegenstände kommt das <a href="http://www.paleycenter.org/">Paley Center for Media</a> aus, das in vielen Stadtplänen noch als &#0187;Museum for Television and Radio&#0171; bezeichnet wird. Schon am Eingang werden erstmalige Besucher gewarnt, dass sie es nicht mit einem gewöhnlichen Museum zu tun haben, sondern eher mit einer Mediathek. Das Gebäude besteht fast nur aus Zuschauer- und Zuhörer-Räumen, vom Kinosaal bis zur Einzelkabine. Herzstück des Paley Centers ist die Sammlung von 120.000 Fernseh- und Radiosendungen, und der Eintrittspreis beinhaltet 60 Minuten freie Auswahl. Das reicht zum Beispiel, um die erste Folge der bahnbrechenden Dokumentation <a href="http://www.januarymagazine.com/artcult/anamericanfamily.html">An American Family</a> aus dem Jahre 1973 anzusehen, aber natürlich auch für vieles andere. Mögen diese Schätze eines Tages vollständig, in hoher Qualität und legal (damit: stabil) im Netz verfügbar sein &#8212; bis dahin ist ein Besuch in New York oder Los Angeles notwendig.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/die-normalo-leser/" title="Die Normalo-Leser">Die Normalo-Leser</a> | News of the World und Lesertypologien. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/wo-bin-ich/" title="Wo bin ich?">Wo bin ich?</a> | Ein Spiegel-TV-Studio für Vergessliche. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/05/outtakes/" title="Outtakes">Outtakes</a> | Fernsehen mit bin Laden. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Gehrs über Dummy | Video vom Medienforum Mittweida.</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 22:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Dummy]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Video vom Medienforum Mittweida.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur über sein <a href="http://dummy-magazin.de/">Dummy Magazin</a>, sondern auch über die Süddeutsche (versteht Berlin nicht) und den Spiegel (überraschungsarm) und die Zeit (indifferent) und den Stern (irgendwie nicht koscher) und Vanity Fair (falsche Haptik) und Die Woche (falscher Erscheinungstag). Bonus: Warum Papierfabriken gesellschaftliche Veränderungen besser verstehen als große Zeitschriftenverlage.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://de.sevenload.com/pl/6jXeFbD/500x408/swf" width="500" height="408"><param name="allowFullscreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="movie" value="http://de.sevenload.com/pl/6jXeFbD/500x408/swf" /></object>
<p>Link: <a href="http://de.sevenload.com/videos/6jXeFbD-Oliver-Gehrs-Das-DUMMY-Konzept" title="Oliver Gehrs &#8211; Das DUMMY-Konzept">sevenload.com</a></p>
<p><a href="http://de.sevenload.com/videos/6jXeFbD/Oliver-Gehrs-Das-DUMMY-Konzept">Direkt zum Video</a></p>
<p>Via <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/print/oliver-gehrs-uber-dummy/">Dirk von Gehlen</a>; ist aber auch im neuen <a href="http://blog.dummy-magazin.de/">Dummy-Blog</a> zu finden. Zum Weiterlesen: <a href="http://monocle.com/">Monocle</a>-Herausgeber Tyler Brûlé im <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Tyler-Br%FBl%E9;art15532,2425263">Tagesspiegel-Interview</a>.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/die-normalo-leser/" title="Die Normalo-Leser">Die Normalo-Leser</a> | News of the World und Lesertypologien. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/01/chablisleaks/" title="Chablisleaks">Chablisleaks</a> | Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/10/immunsystem/" title="Immunsystem">Immunsystem</a> | Jon Stewarts Schlussrede. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Viel zitiert | Christian Pfeiffer und die Medien.</title>
		<link>http://www.wortfeld.de/2007/06/viel_zitiert/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 10:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Just Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Christian Pfeiffer und die Medien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was schön gewesen wäre:</p>
<blockquote><p>– Herr Pfeiffer, in Sittensen sind mehrere Menschen in einem China-Restaurant umgebracht worden. Was mag da der Grund sein?<br />
– An Spekulationen will ich mich nicht beteiligen. Da müssen wir einfach mal abwarten.</p></blockquote>
<p>Stattdessen:</p>
<blockquote><p>&#0187;Sollten die Morde tatsächlich in Zusammenhang mit chinesischen Triaden stehen, wäre es nach Angaben des Kriminologen Christian Pfeiffer der spektakulärste Fall dieser Art in Deutschland. Schutzgelderpressung in China-Restaurants sei in Deutschland sehr verbreitet.&#0171; (<a href="http://www.focus.de/panorama/welt/niedersachsen_nid_44034.html">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Und am Ende:</p>
<blockquote><p>&#0187;Einer der beiden kurz nach der Tat festgenommenen Vietnamesen hat nach Angaben der Anklagebehörde inzwischen eine Beteiligung an den Morden gestanden. (&#8230;)  Einen vermuteten Zusammenhang zur organisierten Kriminalität schließt die Anklagebehörde inzwischen aus.&#0171; (<a href="http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/sittensenmordanklage2.html">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Was auch schön gewesen wäre:</p>
<blockquote><p>– Herr Pfeiffer, in Tessin haben zwei 17-Jährige ein Ehepaar umgebracht. Was mag da der Grund sein?<br />
– Woher soll ich das wissen? Die Ermittlungen laufen doch noch, da müssen Sie am besten mal die Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern fragen.</p></blockquote>
<p>Stattdessen:</p>
<blockquote><p>&#0187;Auslöser für die Bluttat von Tessin mit zwei Toten war nach Erkenntnis des Kriminologen Christian Pfeiffer möglicherweise ein Konflikt der Täter mit dem Sohn des getöteten Ehepaars. (&#8230;) Es sei nicht auszuschließen, dass das intensive Spielen gewalttätiger Computerspiele die Bluttat begünstigt habe.&#0171; (<a href="http://www.welt.de/vermischtes/article709374/Wollten_die_Taeter_von_Tessin_eigentlich_den_Sohn_toeten.html">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Und am Ende:</p>
<blockquote><p>&#0187;Vermutungen, dass Gewaltvideos und -videospiele Auslöser für die Tat waren, hätten sich nicht bestätigt, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Christian Pick.&#0171; (<a href="http://www.stern.de/politik/panorama/:Bluttat-Tessin-Mordprozess-Sch%FCler/591526.html">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Was jetzt schön wäre: Nächstes Mal nicht gleich die Nerven zu verlieren und Christian Pfeiffer zu fragen.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/die-normalo-leser/" title="Die Normalo-Leser">Die Normalo-Leser</a> | News of the World und Lesertypologien. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2011/01/chablisleaks/" title="Chablisleaks">Chablisleaks</a> | Guardian, NYTimes und Spiegel über Wikileaks. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2010/10/immunsystem/" title="Immunsystem">Immunsystem</a> | Jon Stewarts Schlussrede. </li></ul>]]></content:encoded>
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