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	<title>Wortfeld &#187; jonettag</title>
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	<description>Das Weblog von Alexander Svensson über Medien, Netzpolitik et cetera.</description>
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		<title>jonet-Tag: The End | Blogs, Fotos und MediumMagazin-Special.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2005 19:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blogs, Fotos und MediumMagazin-Special.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder daheim &#8212; und nicht mehr mit genügend Energie, die eigenen Notizen nochmals durchzulesen. Sie sind wohlgemerkt nur das und kein wörtliches Protokoll. Ich hoffe, dass ich keinem Teilnehmer das Wort im Munde herumgedreht habe.</p>
<p>Gebloggt haben mindestens auch <a href="http://www.die-google-gesellschaft.de/blog/">Kai Lehmann</a>, <a href="http://prblogger.de/">Klaus Eck</a>, <a href="http://www.themaastrix.net/">Marco Maas</a>, <a href="http://beissholz.de/">Nicole Simon</a> , <a href="http://wanhoff.de/system-cgi/blog/">Thomas Wanhoff</a> &#8212; und, nachgetragen, <a href="http://blog.zeit.de/blogruf/">Falk Lüke</a>. <a href="http://heiko.typepad.com/moblog/">Heiko Hebig</a> und <a href="http://behindertenparkplatz.de/">Christiane Link</a> haben ge- äh, photomobloggt. Insgesamt tragen über 100 Flickr-Fotos den Tag <a href="http://www.flickr.com/photos/tags/jonettag">jonettag</a>.  </p>
<p>Schön war&#8217;s. Ich habe Leute getroffen, die ich einige Tage, einige Wochen, einige Monate und sogar einige Jahre nicht gesehen habe. Neue Leute sowieso! </p>
<p>Zum Weiterlesen: Dem aktuellen <a href="http://mediummagazin.de/">MediumMagazin</a> liegt eine 16-seitige Prä-Kongress-Dokumentation Blogs &#038; Co. bei, in der einige der Referenten in Artikeln und Interviews zu Wort kommen. Der jonet-Gründer Jochen Wegner hat seine <a href="http://selbr.de/archives/2005/11/journalismus_20.html">zehn Thesen</a> zu neuen Wegen für den Journalismus aber auch in sein Weblog gestellt.</p>
<p><em>Nachtrag:</em> Sehr, sehr viele <a href="http://www.freelens.cc/jonet/">schöne Fotos</a> von Thies Raetzke.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2005/11/jonet-tag_medienjournalismus/" title="jonet-Tag: Medienjournalismus">jonet-Tag: Medienjournalismus</a> | Der zweite Workshop. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2005/11/jonet-tag_mikromedien/" title="jonet-Tag: Mikromedien">jonet-Tag: Mikromedien</a> | Der erste Workshop. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2005/11/jonet-tag_es_geht_los/" title="jonet-Tag: Es geht los">jonet-Tag: Es geht los</a> | Liveblogging aus Hamburg. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>jonet-Tag: Medienjournalismus | Der zweite Workshop.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2005 13:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der zweite Workshop.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wortfeld.de/images/jonetlive.gif" width="400" height="29" alt="Liveblogging vom jonet-Tag 2005 in Hamburg" /><br />
Technorati: <a rel="tag" href="http://www.technorati.com/tags/jonettag">jonettag</a> &#8211; Flickr: <a href="http://www.flickr.com/photos/tags/jonettag">jonettag</a></p>
<p>14:33 Uhr: <a href="http://www.jonet.org/wiki/index.php/Workshop_Medienjournalismus">Workshop Medienjournalismus</a>. Mit <a href="http://www.diegegenwart.de/">Björn Brückerhoff</a>, <a href="http://www.mediummagazin.de/">Annette Milz</a>, <a href="http://www.vs-verlag.de/index.php?do=show&#038;site=w&#038;book_id=7702&#038;sid=19">Stephan Weichert</a>,  <a href="http://www.bildblog.de">Christoph Schultheis</a> und <a href="http://www.dummy-magazin.de/wer.html">Oliver Gehrs</a>, moderiert von <a href="http://www.epd.de/medien/">Diemut Roether</a> und <a href="http://www.von-streit.de/">Alexander von Streit</a>.</p>
<p><span id="more-744"></span><br />
Annette Milz: (Frage nach Medienberichterstattung über Berliner Verlag) Fragwürdige Geschichte &#8212; eine Art von Solidaritätswelle, die zu wenig nachgefragt hat, was dort passiert ist. Durchaus selbstkritisch: Fakten zu wenig hinterfragt. </p>
<p>Oliver Gehrs: Auch Selbstmitleid. Da hat man irgendwann das Maß verloren und nur noch in eigener Sache gemacht. Dann noch das Plädoyer für Neven du Mont. In der Berliner Zeitung kein Raum mehr für andere Themen (beispielsweise Spiegel-Eruptionen). Björn Brückerhoff: (Thema für <a href="http://www.diegegenwart.de/">Die Gegenwart</a>?) Sicherlich. Solche Themen erklären Zusammenhänge der Medienbranche. Stephan Weichert: Erwähnenswert &#8212; Montgomery verspricht sich herauszuhalten. Debatte wurde in Deutschland leicht dramatisiert.</p>
<p>Christoph Schultheis: Beobachtung innerhalb etablierter Medien notwendig (Beispiel Rechtschreibreform in FAZ, Spiegel, Bild). Beschäftigung mit Bild bei <a href="http://bildblog.de/">Bildblog</a> nicht, weil es nirgends kritische Berichterstattung gibt. Medium neben den etablierten. Inzwischen ein half-time job &#8212; damit haben wir nicht gerechnet. Unterdrücktes Aggressionspotenzial gegen die Bild-Zeitung (Einträge im Gästebuch <a href="http://www.bildblog.de/?page_id=598">Hauke Brost</a>s nach Bildblog-Beitrag). Oliver Gehrs: (Diskussion über Spiegel-Watchblogging) Spiegel ist ein Medium, das so viele Fehler macht. Stephan Weichert: Bildblog absolut notwendig.</p>
<p>Christoph Schultheis: Kommentarfunktion vorrangig deswegen abgeschafft, weil es eine Zeitfrage ist. Wer sich mit Springer anlegt, darf da nichts stehen haben, was uns angreifbar macht. Kommentarfunktion ging bei uns zudem immer in eine Richtung &#8212; erst Beschäftigung mit Bildblog-Eintrag, dann Diskussion über Artikelthema.</p>
<p>Stephan Weichert: Bildblog ist Gegenöffentlichkeit von Profis. Vertrauensfrage. (Sollen Blogs von Blogblogs kontrolliert werden?) Können Medien das nicht selbst leisten? Blick auf Corrections-Spalte der New York Times. Deutscher Journalismus hat Nachholbedarf. Annette Milz: Neue Methode von Bildblog &#8212; lache den Gegner tot, statt: schlage den Gegner tot. Kreativer Angang.</p>
<p>Oliver Gehrs: Im Medienjournalismus hat man immer mit Leuten zu tun, die bei Berichterstattung über sich sensibel sind, obwohl sie ständig über andere berichten. Gerade Chefredakteure, die von einer Eitelkeit überflutet sind. Pressesprecher von  Gruner + Jahr sagt, er rede nicht mehr mit mir. Armutszeugnis.</p>
<p>Annette Milz: Immer wieder Pressesprecher von Medienunternehmen, die ihre eigenen Zitate gegenlesen wollen. Oliver Gehrs: Vor einiger Zeit Polemiken gegen Pressesprecher von Politikern, die alles autorisieren müssen. Chefredakteure sind viel schlimmer. </p>
<p>Oliver Gehrs: (Frage Stephan Weicherts nach Spiegel-Vergangenheit) Wer Medienjournalismus macht und nicht Fernsehkritiken, hinterlässt zwangsläufig verbrannte Erde. Entweder richtig oder in den Reiseteil wechseln. Spiegel-Blog wäre wichtig. Schreiben, wo der Spiegel trickst, Stücke herausschmeißt. Bei der Zeit jetzt ganz viele Artikel über Springer, Regionalpresse &#8212; bei Tagesspiegel ebenfalls unter Giovanni di Lorenzo gar keine kritische Medienberichterstattung. Glaube nicht, an große Absprache-Aktionen.</p>
<p>Burkhard Schröder (im Publikum): Deutsche Leitkultur. Schon nach zehn Minuten Diskussion über Blogs kommt das Wort Kontrolle. Bei Telepolis sind halt 80 Prozent der Kommentare Schrott. Angst vor Links, vor unkontrollierten Kommentar. Unfähigkeit von Spiegel Online, eigene Quellen zu verlinken. Annette Milz: Kontrolle ist originäre journalistische Aufgabe. </p>
<p>Björn Brückerhoff: Die Gegenwart hat breite Zielgruppe. Nutzerschaft hauptsächlich aus der Medienbranche. Stephan Weichert: Eigenes Magazin <a href="http://www.cover-magazin.de/">Cover</a> sollte Erklärfunktion haben.  Darf es ruhig noch mehr geben. Oliver Gehrs: Klingt sehr gut, aber es gibt ein Vermittlungsfunktion. Es gibt nicht so viele Leute, die das &#8212; wie funktioniert die Bild-Zeitung, das Fernsehen? &#8212; unterhaltsam schreiben können. Totale Vermainstreamung. Alle haben dasselbe. Liest man englische Zeitungen, sieht man eigene, selber recherchierte Geschichten auf der Titelseite. Medienjournalismus ist da keine Ausnahme.</p>
<p>Oliver Gehrs: Der ganz wichtige Medienjournalismus muss in den großen Publikationen stattfinden. Das geht nur über das Polemische, Unterhaltsame. Da passiert viel zu wenig. Konzentrationswelle in der Regionalpresse ist kein Thema.</p>
<p>Stephan Weichert: Wichtiges Thema Qualitätssicherung in Redaktionen &#8212; wie verhindern, dass uns Blätter wie SZ und FAZ wegsterben? Annette Milz: Solange Wissenschaftler es nicht einmal hinbekommen, sich auf einen Nenner in der Ethikdiskussion zu einigen, sehe ich schwarz. Wissenschaftliche Expertise wird gebraucht, aber muss mit Praxis und Realität der Journalisten zu tun haben. Darüber reden, in welcher Form, mit welchen Inhalten Medienjournalismus ein breites Publikum erreicht.</p>
<p>Maja Malik (im Publikum): Müssen wir nicht damit leben, dass manche Medienthemen den Menschen doch nicht so wichtig sind?</p>
<p>Stephan Weichert: Kommunikationswissenschaft muss selbst vermitteln. Aber manchmal ist der Journalismus zu nah an der Praxis dran. Nicht immer die gleichen Leute dürfen den Ton angeben.</p>
<p>Annette Milz: Viele Studien zu Medien und Kindern. Wo finden diese Themen in den Medien statt? Nicht in Familie &#038; Co.</p>
<p>(Publikum:) Wer sind Rezipienten? Diskussion lässt unklar, was Medienjournalismus soll.</p>
<p>(Publikum:) Anfangen mit Gegenprojekten. Beispiel Sportjournalismus &#8212; vor 15 Jahren Scheiße. Wenn es in einem großen Blatt steht, heißt das nicht, dass das weniger Leute lesen. Wenn gut gemacht und mit Biss, kommt da keiner dran vorbei.</p>
<p>(Publikum): Bei Fleischskandal gibt es Geld zurück. Für Medien kein Gewährleistungsrecht &#8212; das wäre anders, wenn die Bild-Zeitung den Lesern Geld zurückzahlen müsste.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2005/11/jonet-tag_the_end/" title="jonet-Tag: The End">jonet-Tag: The End</a> | Blogs, Fotos und MediumMagazin-Special. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2005/11/jonet-tag_mikromedien/" title="jonet-Tag: Mikromedien">jonet-Tag: Mikromedien</a> | Der erste Workshop. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2005/11/jonet-tag_es_geht_los/" title="jonet-Tag: Es geht los">jonet-Tag: Es geht los</a> | Liveblogging aus Hamburg. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>jonet-Tag: Mikromedien | Der erste Workshop.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2005 11:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der erste Workshop.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wortfeld.de/images/jonetlive.gif" width="400" height="29" alt="Liveblogging vom jonet-Tag 2005 in Hamburg" /><br />
Technorati: <a rel="tag" href="http://www.technorati.com/tags/jonettag">jonettag</a> &#8211; Flickr: <a href="http://www.flickr.com/photos/tags/jonettag">jonettag</a></p>
<p>12.00 Uhr: Weiter im Merkur-Zimmer der Handelskammer mit dem <a href="http://www.jonet.org/wiki/index.php/Workshop_Mikromedien">Workshop Mikromedien</a>. Von links nach rechts mit <a href="http://blog.handelsblatt.de/adhoc/">Julius Endert</a>, <a href="http://www.lowpass.cc/">Janko Röttgers</a>, <a href="http://www.humanist.de/erik">Erik Möller</a>, <a href="http://wissenschaft.wanhoff.de">Thomas Wanhoff</a> und <a href="http://www.spreeblick.com/">Johnny Haeusler</a>,  moderiert von <a href="http://www.sixtus.net">Mario Sixtus</a>.</p>
<p><span id="more-743"></span><br />
Johnny Haeusler: Mikromedien sind nichts Neues. Irgendwann hat man festgestellt, es gibt Spezialinteressen. Wir erfinden hier das Rad nicht neu. (Frage nach Selbstreinigung:) Das merkt man relativ schnell.</p>
<p>Julius Endert: Nicht darüber hinweggehen. Wer Tatsachen über andere behauptet, sollte prüfen, ob er das leichtfertig tut. Johnny Haeusler: Auf jeden Fall. Thomas Wanhoff: Probleme bei der Korrekturfunktion im klassischen Journalismus &#8212; Gegendarstellung dauert Tage, Wochen. 100.000er-Auflage bei einer Regionalzeitung erreicht kein Blog.</p>
<p>Johnny Haeusler: Es fehlt an Medienerziehung. Man muss schon wissen: Ich lese hier ein Blog.</p>
<p>Erik Möller: Journalismus beinhaltet sehr viel. Bei den Blogs mangelt es ein wenig an exklusivem Material, investigativem Journalismus, originärer Berichterstattung. Mario Sixtus: Bei <a href="http://de.wikinews.org/">Wikinews</a> auch nicht viel zu sehen. Erik Möller: Ziel von Wikinews. Englische Version hat mehr originäre Berichte. Aber: Wir zitieren die Quellen, haben Neutralitätsgebot, auch in vielen Jahren noch frei zugänglich archiviert.</p>
<p>Janko Röttgers: (Thema Urheberrecht) Deutscher IT-Journalismus ist 90 Prozent amerikanische IT-Presse lesen und eine Woche später veröffentlichen.</p>
<p>Thomas Wanhoff: Ich fand es spannend &#8212; wir haben in der Eröffnungsveranstaltung fast nur über Weblogs geredet. Dass ich in meinem <a href="http://wissenschaft.wanhoff.de/">Wissenschafts-Podcast</a> jedes Thema aufgreifen kann, ärgert den Wissenschaftsredakteur. (Warum ein <a href="http://www.podcastverband.de/">Podcastverband</a>?) Warum DJV, Jonet? Zum Vernetzen. Für Menschen, die mit dem <a href="http://www.pronet-systeme.de/TBOE/">Oeckl</a> ins Netz gehen. :-)</p>
<p>Janko Röttgers: Keine bipolare Situation. Johnny Haeusler: Polarisierung ist losgegangen mit Angriffen von etablierten Medien. Als klassischer Verlag würde ich die Augen aufhalten.</p>
<p>Thomas Wanhoff (auf Publikumskritik am Podcasting): Wir reden über ein Medium, das ernsthaft erst seit Juli eine Rolle spielt. Janko Röttgers: Podcasten derzeit noch Einbahnstraße, aber es gibt beispielsweise <a href="http://www.plasticbag.org/archives/2005/10/on_the_bbc_annotatable_audio_project.shtml">BBC-Projekte zur Annotierung</a> durch Hörer.</p>
<p>Johnny Haeusler: Podcasts bei Spreeblick (hoffentlich in einer Woche) per Telefon kommentierbar.</p>
<p>(Publikum:) Nach meiner Erinnerung hat Polarisierung von Bloggern aus begonnen (Vorwort <a href="http://blogbar.de/">Blogs!</a>). Kann aber auch produktives Ventil sein.</p>
<p>Janko Röttgers: Meinungsblogs spielen in Deutschland keine große Rolle. Technikfeindlichkeit der technischen Elite in Deutschland.  Schmoren im eigenen Saft. Vergleich Heise-Artikel über Podcast (<a href="http://www.heise.de/newsticker/search.shtml?T=podcast&#038;button=los%21">10 Treffer</a>) und OS/2 (<a href="http://www.heise.de/newsticker/search.shtml?T=os%2F2&#038;button=los%21">265 Treffer</a>). </p>
<p>Heiko Hebig: Viel spannender als Blogs von Verlagshäusern ist, dass jeder ein Blog betreiben kann. Journalisten vom Handelsblatt hat es sowieso immer schon gegeben. Nicht jedes Blog hat viele Leser, aber einzelne Artikel haben viele Leser. Das kann bei jedem Weblog eventuell passieren.</p>
<p>Johnny Haeusler: Sehen uns als Spreeblick Verlag als ein Indie-Label &#8211; hier eine Band, da eine Band, wir kümmern uns darum, dass die Platte auf den Markt kommt. Funktioniert das schon? Nein. </p>
<p>(Publikum:) Zwei Probleme: Kommentarspam zerstört Besucherfunktionalität, Unternehmens-PR in Weblogs wird professioneller.</p>
<p>Janko Röttgers: (Über Blog-Motivation großer Medienkonzerne) &#0187;den inneren Max Goldt herauslassen&#0171; &#8212; viele Zeitungs-Blogs werden dem Medium nicht gerecht. (Auslandskorrespondenten, die berichten, dass das Leben im Ausland anders ist.) Warum nicht z.B. Zwischenstände einer Geschichte im Netz andeuten? </p>
<p>Thomas Wanhoff: Größenordnung von Podcasts in Deutschland noch bei maximal 20.000 Nutzer (tagesschau-Podcast). Für 20.000 Nutzer lohnt sich Sponsoring noch nicht. Auch bei Podcasts wird es Netzwerke wie Spreeblick geben. Man schaue sich die iTunes-Hitliste an. (Publikum: Kann man der Statistik trauen?) Thomas Wanhoff: Top 100 gibt grundsätzlich guten Überblick. </p>
<p>(Publikum:) Effekte auf RSS-Nutzung durch Integration in Windows Vista? Johnny Haeusler: Der ganze Technikkram geht mir tierisch auf den Keks. Für den Benutzer ist es furchtbar. iTunes macht vor: Es gibt einen Knopf, ein Directory. Muss alles einfacher werden, wird alles einfacher werden.</p>
<p>Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:</p> <ul class="related_post"><li><a href="http://www.wortfeld.de/2006/05/die_szene/" title="Die Szene">Die Szene</a> | Notizen von Besser Online 2006. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2006/05/was_blogger_koennen/" title="Was Blogger können">Was Blogger können</a> | Über die Weblog-Studie von Matthias Armborst. </li><li><a href="http://www.wortfeld.de/2005/11/jonet-tag_the_end/" title="jonet-Tag: The End">jonet-Tag: The End</a> | Blogs, Fotos und MediumMagazin-Special. </li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>jonet-Tag: Es geht los | Liveblogging aus Hamburg.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2005 10:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Svensson</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liveblogging aus Hamburg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wortfeld.de/images/jonetlive.gif" width="400" height="29" alt="Liveblogging vom jonet-Tag 2005 in Hamburg" /><br />
Technorati: <a rel="tag" href="http://www.technorati.com/tags/jonettag">jonettag</a> &#8211; Flickr: <a href="http://www.flickr.com/photos/tags/jonettag">jonettag</a></p>
<p>10.00 Uhr: Guten Morgen aus der Handelskammer Hamburg! Hier beginnt in diesen Minuten der zweite <a href="http://www.jonet.org/kongress.php">jonet-Tag</a>  (WiFi-Hinweise <a href="http://www.jonet.org/blog/?p=10">hier</a>).  Auf dem Podium der Eröffnungsrunde sitzen von links nach rechts <a href="http://www.hr-online.de">Bernd Kliebhan</a>, <a href="http://www.mediummagazin.de/">Annette Milz</a>, <a href="http://www.nationalgeographic.de/">Klaus Liedtke</a>, <a href="http://www.spreeblick.com/">Johnny Haeusler</a>, das Moderatorenduo <a href="http://www.epd.de/medien/">Diemut Roether</a> und <a href="http://www.selbr.de">Jochen Wegner</a>, <a href="http://www.spiegel.de">Mathias Müller von Blumencron</a>, <a href="http://cp.hoca.de/">Manfred Bissinger</a> und  <a href="http://www.zeit.de/wissen/">Christoph Drösser</a>.</p>
<p><span id="more-742"></span><br />
Ein paar Notizen aus der Runde, <em>kein Protokoll</em>:<br />
Manfred Bissinger hält es für &#0187;fast ausgeschlossen&#0171;, dass neue Zeitungen auf den Markt ein Geschäft werden können; nennt Zeitschriften wie Monopol &#0187;Mitteilungsblätter an eine Gemeinde&#0171;. Jochen Wegner fragt: Haben es die kleinen Teams leichter, ohne Controller im Hintergrund? Johnny Haeusler: Das Schöne am Bloggen ist, dass man tatsächlich wirtschaftlich unabhängig ist &#8212; Pause &#8212; weil man damit kein Geld verdient. :-) </p>
<p>Mathias Müller von Blumencron: &#0187;Wir machen ein Blog, das ist Spiegel Online.&#0171; Müller von Blumencron kritisiert die Polarisierung. Blogs sehr interessante Darstellungsform. In den USA viel professionellere Blogs, Spreeblick auf dem Weg dahin. Blogosphäre &#0187;super interessanter Raum&#0171;, aber es würde in diesem Land &#0187;relativ düster aussehen&#0171;, wenn die klassischen Medien nach den Regeln arbeiten würden wie die Blogs. Annette Milz: &#0187;Klassische&#0171; Journalisten sollten Blogs als Frühwarnsystem genau beobachten. </p>
<p>Bernd Kliebhan: HR ist (mit Videojournalisten) nicht dabei, Fernsehen neu zu erfinden, aber das Fernsehen wird journalistischer. Momentan überwiegt das Planbare, Vorsehbare. Hoffnung, dass wir authentischer und umfassender berichten können. </p>
<p>(Johnny Haeusler bekommt die Frage aus dem Publikum: Wer oder was ist Jamba?)</p>
<p>Manfred Bissinger: Die Meinung wird eine große Renaissance haben, in allen Medien. Langweilig, dass alle neoliberal sind &#8212; ob Dieckmann oder Gabor Steingart. Da vertraue ich auf das Internet. Christoph Drösser: Die Stärke guter Zeitungen ist, dass sie mehr liefern als die Nachricht.  Mathias Müller von Blumencron: Nicht ist schlimmer, als wenn die Meinung immer aus der gleichen Richtung kommt. Aber zwei Haupt-Leserwünsche: klassische Aufklärung &#8212; was ist eigentlich passiert und welche Auswirkungen hat das? &#8212; und Emotion &#8212; nicht nur Meinung, sondern Visualität. Verdienen nichts an Bilderstrecken, weil die Auslieferung von Bildern viel mehr kostet als die von Text. Annette Milz: Extrem wichtig, dass mehr Meinung im Journalismus praktiziert wird.  </p>
<p>Klaus Liedtke: Aufgaben des Journalismus nicht auf Meinungsjournalismus verengen. Manfred Bissinger: Ausgeschlossen. Meinung ist die Königsdisziplin. Mathias Müller von Blumencron: Königsdisziplin ist investigativer Journalismus. Manfred Bissinger: 95 Prozent der investigativen Geschichten waren gespielte Geschichten. Da ist jemand mit Material zur Redaktion gekommen. Wenn es eine gute Redaktion ist, recherchiert sie es nach.</p>
<p>Manfred Bissinger: Heute weniger Versuche der Einflussnahme durch Werbekunden.  (Er erzählt, wie Asbach Uralt und Melitta den Stern für seine Haltung zur Ostpolitik abstrafen wollten &#8212; und wie der Stern dann im Heftroman Asbach schlecht machte, bis der Streit endete.)</p>
<p>[Meta: Nicole Simon schreibt, <a href="http://beissholz.de/pivot/artikel-1192.html">warum Aufnahmen von Panels und Sessions wichtig sind</a> beziehungsweise wären.]</p>
<p>Annette Milz: Warum schimpfen so viele auf &#0187;die Medien&#0171;? Differenzierungen in den Medien, nur wenige Monolithen. Blogs können Push geben bei der Perspektive, mit der Journalisten an Geschichten herangehen. Mehr die Perspektive derjenigen einnehmen, die die Fragen beantwortet haben wollen. Mehr wohlverstandene O-Töne aus dem Publikum. (Beispiel Popkonzert mit begeisterten Fans, das am nächsten Tag verrissen wird. Replik Christoph Drössers: Scheiße weiterhin Scheiße nennen.)</p>
<p>[Es geistert die von Bissinger ins Spiel gebrachte Metapher des Flugzeugträgers herum für die "alten Medien".] Pause!</p>
<p><em>Nachtrag:</em> <a href="http://de.news.yahoo.com/051113/12/4rgzz.html">AP-Meldung</a> zur Eröffnungsrunde.</p>
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