Neu in der Linksammlung:

Stadtkarten im 80er-Jahre-Computerspiel-Look.
Dank Open Street Map.

DasErste.de: 30 Jahre Videotext
Schönes Special mit Videos und Bildern.

"Live blogging is the first draft of journalism"
Guardian-Wahlblogger Andrew Sparrow zieht Bilanz

Fabian Mohr: Video vs. Audio-Slideshow
Gute Gründe dafür, auf Video zu setzen.

Wenn Protest nichts kostet
"A mob fighting a good cause is still a mob."

A people's history of the internet
Schöne Zeitsenke beim Guardian.

Poststreik-Mapping mit Leserhilfe
Der Guardian schaut, wie schnell Royal Mail arbeitet.

Ohne Relevanzkriterien keine Wikipedia
Gute Gründe gegen Einträge zu jedem.

Auswege für den US-Lokaljournalismus
Studie sieht Staat in der Pflicht.

The Song Decoders at Pandora
Rob Walker über den Musik-Entdeckungsdienst.

Testbild

26. November 2008

Schlagwörter:


DFB-Irrsinn

Ein Sportverband verliert die Nerven.

Ich stelle mir gerade vor, ein Journalist kritisierte einen Politiker als »unglaublichen Demagogen«, natürlich mit entsprechender Begründung.

Dieser Politiker ginge dann juristisch gegen diesen Journalisten vor und scheiterte zweimal dabei, einstweiligen Rechtsschutz dagegen zu erlangen.

Und dieser Politiker versuchte dann, den Journalisten mit einer Presseerklärung zu diskreditieren, die das juristische Scheitern verschweigt und eine angebliche Entschuldigung des Journalisten herbeifantasiert.

Und nachdem dem Politiker die Presseerklärung in dieser Form bei Strafe (bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld/bis zu sechs Monate Ordnungshaft) verboten würde, kündigte dieser eine Klage gegen den Journalisten an, weil ja nun der letzte Versuch gescheitert sei, auf eine gütliche Beilegung des Verfahrens hinzuwirken.

Irgendwie schwer vorstellbar. Ich bin sehr froh, kein Sportjournalist zu sein. Und ich bin sehr froh, dass Jens Weinreich Sportjournalist ist.

Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:


4 Kommentare

jo
27. November 2008, 10:44

Moin Alex,

der letzte Satz ist im Kontext ein wenig missverständlich ,)

Ich bin zwar auch froh, dass Jens Weinreich Sportjournalist ist (wie wohl jeder Sportinteressierte, der sein Blog kennt), aber nicht weil es ihn »erwischt« hat (oder weil seine webzwonullige Aufarbeitung der Affäre ein prima Lehrstück zum Thema »Kommunikationsherrschaft« ist).


Alexander Svensson
27. November 2008, 12:05

Oh! Dann noch einmal (hoffentlich) ohne Missverständnis-Gefahr: Ich bin auch als Sportfremder höchst dankbar dafür, dass sich Jens Weinreich nicht mundtot machen lässt in dieser Angelegenheit und in vielen anderen. (Tauschen möchte ich dennoch definitiv nicht.)

Wenn der DFB auch nur einen Moment nachdenken würde, wüsste er, dass er selbst im hoffentlich sehr unwahrscheinlichen Fall eines DFB-Sieges vor Gericht zum Verlierer würde.


Sven
27. November 2008, 19:49

Meine Zustimmung zum letzten Kommentar. Das überhaupt aus einer Nichtigkeit, sofern man sich denn überhaupt gekränkt fühlen müsste, so eine Posse erwachsen konnte, ist zu 100% die Schuld des DEB, der sich, um es im entsprechenden Jargon zu bleiben, ein hahnebüchendes Eigentor geschossen hat.


Jeeves
28. November 2008, 13:35

Funktionäre sind nun mal so. Waren es immer. Sie können gar nicht anders.


1 Trackback

Kommentar schreiben