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25. Juni 2006

Schlagwörter:

Wallraffen

Ein Sprachdenkmal im Schwedischen.

Ikone Günter Wallraff Ein Artikel in Svenska Dagbladet enthüllt, was jeder weiß: Es gibt — auch in Stockholm — böse Taxifahrer, die unkundige Touristen bei Kurzstrecken auf kleine Stadtrundfahrten mitnehmen. Überrascht war ich von der Wortwahl. Die Journalistin »har wallraffat som taxiåkandet turist«, hat also als Taxi fahrende Touristin gewallrafft.

Dennis Kittler hat darüber bereits bei LEO berichtet, einer Chemnitzer studentischen Onlinezeitschrift zu Sprache und Kommunikation, nicht zu verwechseln mit dem fabelhaften Wörterbuch gleichen Namens. Seit etwa 1975 werde das Wort im Schwedischen verwendet und damit Günter Wallraff ein sprachliches Denkmal gesetzt, schreibt Kittler.

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4 Kommentare

polarwolf
26. Juni 2006, 10:08

Aber diese Wendung ins Negative im Sinn von übers Ohr hauen oder hintergehen im Schwedischen verstehe ich nicht. Wallraff hat sich ja mit Aktionen einen Namen gemacht, für die er eine andere Identität annehmen *musste*, z.B. als er in die Rolle eines türkischen Gastarbeiters geschlüpft ist, um so dessen Alltagserfahrungen im Arbeitsleben authentisch mitzukriegen.


Alexander
26. Juni 2006, 10:21

Oh, das ist glaube ich ein Missverständnis: Die Journalistin hat die betrügerische Taxifahrer undercover beobachtet. Die Taxifahrer haben die wallraffende Journalistin übers Ohr gehauen.


polarwolf
26. Juni 2006, 17:00

Ja, das hatte ich falsch verstanden.


darkrond
29. Juni 2006, 21:05

das sollte im deutschen auch verwendung finden. es sollten eh mehr journalisten wallraffen, um missstände aufzudecken. respect nach schweden! :-)


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