Neu in der Linksammlung:

Stadtkarten im 80er-Jahre-Computerspiel-Look.
Dank Open Street Map.

DasErste.de: 30 Jahre Videotext
Schönes Special mit Videos und Bildern.

"Live blogging is the first draft of journalism"
Guardian-Wahlblogger Andrew Sparrow zieht Bilanz

Fabian Mohr: Video vs. Audio-Slideshow
Gute Gründe dafür, auf Video zu setzen.

Wenn Protest nichts kostet
"A mob fighting a good cause is still a mob."

A people's history of the internet
Schöne Zeitsenke beim Guardian.

Poststreik-Mapping mit Leserhilfe
Der Guardian schaut, wie schnell Royal Mail arbeitet.

Ohne Relevanzkriterien keine Wikipedia
Gute Gründe gegen Einträge zu jedem.

Auswege für den US-Lokaljournalismus
Studie sieht Staat in der Pflicht.

The Song Decoders at Pandora
Rob Walker über den Musik-Entdeckungsdienst.

Testbild

25. Juni 2006

Schlagwörter:

Wallraffen

Ein Sprachdenkmal im Schwedischen.

Ikone Günter Wallraff Ein Artikel in Svenska Dagbladet enthüllt, was jeder weiß: Es gibt — auch in Stockholm — böse Taxifahrer, die unkundige Touristen bei Kurzstrecken auf kleine Stadtrundfahrten mitnehmen. Überrascht war ich von der Wortwahl. Die Journalistin »har wallraffat som taxiåkandet turist«, hat also als Taxi fahrende Touristin gewallrafft.

Dennis Kittler hat darüber bereits bei LEO berichtet, einer Chemnitzer studentischen Onlinezeitschrift zu Sprache und Kommunikation, nicht zu verwechseln mit dem fabelhaften Wörterbuch gleichen Namens. Seit etwa 1975 werde das Wort im Schwedischen verwendet und damit Günter Wallraff ein sprachliches Denkmal gesetzt, schreibt Kittler.

Artikel zu eventuell ähnlichen Themen:


4 Kommentare

polarwolf
26. Juni 2006, 10:08

Aber diese Wendung ins Negative im Sinn von übers Ohr hauen oder hintergehen im Schwedischen verstehe ich nicht. Wallraff hat sich ja mit Aktionen einen Namen gemacht, für die er eine andere Identität annehmen *musste*, z.B. als er in die Rolle eines türkischen Gastarbeiters geschlüpft ist, um so dessen Alltagserfahrungen im Arbeitsleben authentisch mitzukriegen.


Alexander
26. Juni 2006, 10:21

Oh, das ist glaube ich ein Missverständnis: Die Journalistin hat die betrügerische Taxifahrer undercover beobachtet. Die Taxifahrer haben die wallraffende Journalistin übers Ohr gehauen.


polarwolf
26. Juni 2006, 17:00

Ja, das hatte ich falsch verstanden.


darkrond
29. Juni 2006, 21:05

das sollte im deutschen auch verwendung finden. es sollten eh mehr journalisten wallraffen, um missstände aufzudecken. respect nach schweden! :-)


1 Trackback

Kommentar schreiben