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Die Kosten von Politiker-Weblogs.

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Angela Merkel zahlt für vier Ausgaben ihres Video-Podcasts nach Angaben des stern 26.000 Euro an die Agentur RCC, pro Podcast also 6.500 Euro (via Spreeblick).

Das ist aber noch günstig im Vergleich zum videofreien Weblog des britischen Umweltministers David Miliband. Auf Nachfrage eines Oppositionsabgeordneten räumte das Ministerium ein, dass zwei Mitarbeiter bis zu 40 Prozent ihrer Zeit mit dem Weblog verbringen. Das macht nach der Rechnung der Opposition im Jahr 40.000 Pfund, also knapp 60.000 Euro. (Andererseits hätte ich für das Geld lieber ein Weblog des Bundesumweltministers als ein Poster mit Tierfotos in Deutschland-Form.)

Comments

  1. Martin Röll sagt:

    Wenn das wirklich bloß die Produktionskosten sind, ist’s teuer. Wenn das die Beratung mit beinhaltet, erscheint’s mir viel zu billig.

  2. niels sagt:

    Naja. Ob man für jedes bißchen Geblogge und Videostreamen externe Berater einkaufen muß, darf m. E. laut bezweifelt werden.

  3. Alexander sagt:

    Aus dem Abspann:

    Idee und Realisation: RCC Public Affairs GmbH, Berlin
    Produktionsteam:
    Chefredaktion: Prof. Dr. Wolfgang Stock
    Redaktion: Eva Christiansen, Michael Reichert
    Photographie: Laurence Chaperon
    Regie: Marcus Gottwald
    Aufnahmeleitung: Heribert Thiemann
    Animations-Design: Ingo Preller

    Stock, Reichert und Gottwald sind von RCC, Christiansen ist Merkels langjährige Sprecherin.

  4. apollon sagt:

    Was würden wir wohl sagen, wenn die »Eigenproduktion« eines Podcasts von Angela Merkel herausgegeben würde? Vermutlich würden wir nach mehr Professionalität schreien. Ich fand die Idee vom Prinzip her wirklich gut (für unsere Politik geradzu innovativ) und lasse mich nun erst mal überraschen, ob das Medium die Kommunikation verbessert oder ob die Chance als schnöde Verkaufe vertan wird.

  5. Anna-Nadine sagt:

    Ist mittlerweile bekannt, wie oft der Podcast durchschnittlich angeschaut wird?

  1. [...] Vor gut einer Stunde ging das letzte Vorrundenspiel der deutschen Nationalelf zu Ende (gegen Ecuador 3:0). Wieder einmal konnte man in der Live-Übertragung in der ARD mitverfolgen, wie unsere Bundeskanzlerin mitfieberte. Von dieser Fußballbegeisterung war in Angela Merkels ersten Video-Podcast, der die Fußball-Weltmeisterschaft als Thema hatte, nichts zu sehen. Stattdessen las sie wie eine Tagesschausprecherin, die gerade die Erhöhung der Ölpreis vorkündet, ihre Botschaft völlig emotionslos herunter. Vielleicht wird in den nächsten Folgen noch etwas nachgebessert, der Preis sollte es schon beinhalten. [...]

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