Neu in der Linksammlung:

Stadtkarten im 80er-Jahre-Computerspiel-Look.
Dank Open Street Map.

DasErste.de: 30 Jahre Videotext
Schönes Special mit Videos und Bildern.

"Live blogging is the first draft of journalism"
Guardian-Wahlblogger Andrew Sparrow zieht Bilanz

Fabian Mohr: Video vs. Audio-Slideshow
Gute Gründe dafür, auf Video zu setzen.

Wenn Protest nichts kostet
"A mob fighting a good cause is still a mob."

A people's history of the internet
Schöne Zeitsenke beim Guardian.

Poststreik-Mapping mit Leserhilfe
Der Guardian schaut, wie schnell Royal Mail arbeitet.

Ohne Relevanzkriterien keine Wikipedia
Gute Gründe gegen Einträge zu jedem.

Auswege für den US-Lokaljournalismus
Studie sieht Staat in der Pflicht.

The Song Decoders at Pandora
Rob Walker über den Musik-Entdeckungsdienst.

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25. April 2004

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Nachrichten als Aufmacher

Analysen auf die Titelseite! (Schneider) Nicht nur Analysen! (Keese)

Zeitungen sollten laut Wolf Schneider den Mut haben, auf Nachrichten als Aufmacher zu verzichten — an den 60 Tagen im Jahr, an denen es keine Nachricht gibt, die einen Aufmacher lohnt. In einem Beilagen-Essay zum aktuellen MediumMagazin schreibt der frühere Leiter der Henri-Nannen-Schule:

Sie könnten sich die International Herald Tribune oder Le Monde zum Vorbild nehmen, zwei der besten Zeitungen der Welt. Da werden Analysen, Reportagen, Hintergrundberichte aufgemacht, das also, was die Zeitung dem Fernsehen voraus hat — und dies mehr als 60mal im Jahr.

Ebenfalls im MediumMagazin warnt Christoph Keese (noch FTD, bald Welt am Sonntag) die Zeitungen davor, sich schleichend aus dem Nachrichtengeschäft zu verabschieden:

[Die Angst der Leute, ohne Zeitungslektüre etwas zu verpassen] erreicht eine Redaktion nicht mit Hintergrund-Analysen, sondern nur mit Nachrichten. Umgekehrt gilt: Wenn Printmedien in Angststarre vor den elektronischen Medien verfallen, verpassen sie eine Chance.